Lanxess steckt höhere Rohstoffkosten weg

Leverkusen - Der Chemiespezialist Lanxess ist mit einem kräftigen Gewinnzuwachs ins Geschäftsjahr 2008 gestartet. Der Konzernüberschuss kletterte um mehr als 13 Prozent auf 103 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch in einem Zwischenbericht mit.

Die höheren Rohstoffpreise und ungünstigen Wechselkurse durch den starken Euro steckten die Leverkusener weg. Mit Preis- und Mengensteigerungen seien diese negativen Effekte mehr als kompensiert worden. Vorstandschef Axel Heitmann sprach von "überdurchschnittlichen Unternehmenserfolgen".

Lanxess habe in den vergangenen Jahren seine Hausaufgaben gemacht und sei "wetterfest" geworden. Die Marge des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen sei in den vergangenen Jahren verdreifacht worden. In den drei Kerngeschäften lag sie im ersten Quartal 2008 zwischen 15 und 17 Prozent. Für den weiteren Jahresverlauf rechnet Heitmann mit einem stabilen Verlauf der Chemiekonjunktur. Positive Ergebniseffekte erwartet er zudem aus dem Erwerb der brasilianischen Petroflex-Gruppe.

Insgesamt erwirtschaftete Lanxess im ersten Quartal bei einem Umsatzrückgang um gut 10 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 220 Millionen Euro. Bis zum Jahresende peilt Heitmann mehr als 700 Millionen Euro an. Die Umsatzeinbußen begründete er mit Beteiligungsverkäufen und Wechselkurseffekten. Bereinigt hätte die Erlöse den Vorjahreswert sogar um 8 Prozent übertroffen.

Lanxess steht nach der Abspaltung aus dem Bayer-Konzern Anfang 2005 als börsennotiertes Unternehmen im MDAX auf eigenen Beinen. Das Unternehmen mit 14 600 Beschäftigten hatte sich ein hartes Sparprogramm verordnet. 2006 wurde erstmals eine Dividende ausgeschüttet (0,25 Euro). Für das abgelaufene Geschäftsjahr soll die Ausschüttung auf 1,00 Euro ansteigen.

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