Ohne betriebsbedingte Kündigungen

MAN baut 1800 Arbeitsplätze ab

München - Der Lastwagenbauer MAN streicht rund 1800 Stellen. Es gehe um etwa 1400 Stellen in der Verwaltung und circa 400 weitere in der Produktion, erklärte das Unternehmen am Mittwoch in München.

Betriebsbedingte Kündigungen schloss MAN aus. Der Jobabbau solle im Wesentlichen durch den Verzicht auf Nachbesetzungen von von frei werden Stellen, freiwillige Abfindungen sowie Altersteilzeit erfolgen. 2015 würden dafür Einmalaufwendungen in "Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrags" erforderlich.

Daneben gab MAN auch umfangreiche Umstrukturierungen an seinen Produktionsstandorten bekannt: Die Lkw der schweren Reihe werden künftig an den Standorten München und Krakau montiert. Der Fahrerhausrohbau und die Lackierung werden nach und nach ebenfalls in die bayerische Hauptstadt verlagert. Der Bereich Ersatzteil-Logistik wandere dagegen von München nach Salzgitter. Produktionsstandort für die Lkw der leichten und mittleren Reihe bleibt demnach das österreichische Steyr.

Die Bezirksverbände der Gewerkschaft IG Metall für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie Bayern zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden. "Betriebsbedingte Kündigungen sind durch den jetzt vereinbarten Umbau des MAN-Standortes Salzgitter vom Tisch", der IG-Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Hartmut Meine. Niemand werde seinen Arbeitsplatz verlieren. "Andere Konzerne, die leichtfertig mit Entlassungen kalkulieren, sollten sich an dieser langfristigen Standort- und Beschäftigungssicherung ein Beispiel nehmen." Der bayerische IG-Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler erklärte, da die geplanten Veränderungen "nicht zu Lasten der Beschäftigten" gingen, sei eine der "wichtigsten Forderungen" erfüllt.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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