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Große Fernseher sind sehr gefragt, aber die Riesenbildschirme sind wegen des notwendigen Mindestabstands nicht für jedes Zimmer geeignet

LCD-Fernseher im Test

LCD-Fernseher: Auch günstige Geräte überzeugen

Auf so manchem Wunschzettel steht ein neuer Fernseher ganz weit oben. Stiftung Warentest hat 24 LCD-Geräte getestet. Auch einige eher günstige Fernseher konnten überzeugen.

Auflösung allein ist nicht entscheidend

Ein wichtiger Tipp der Tester: Bei der Suche nach dem richtigen Fernseher sollte man sich nicht allein nach technischen Merkmalen richten. Zwar werben die Hersteller mit „100 Hertz“ oder „FullHD“ (das Logo ziert Geräte mit einer besonders hohen physikalischen Bildschirmauflösung von 1080 Bildzeilen), doch kommt es nach Einschätzung der Verbraucherschützer allein darauf nicht an. „Eine hohe Auflösung bedeutet noch keine überlegene, schon gar nicht bei Geräten mit unter einem Meter Bildschirmdiagonale“, lautet ein Fazit der Verbraucherschützer. Bei den kleineren Fernsehern sei die hohe Auflösung eher überflüssig, da der Unterschied kaum zu bemerken sei. Bei der 100-Hertz-Technik, die das Bild ruhiger machen soll, indem zwischen den 50 Einzelbildern pro Sekunde zusätzliche Zwischenbilder errechnet werden, kann es zudem zu Bildfehlern wie ausgefransten Kanten kommen.

Welche Größe ist die richtige?

Riesenbildschirme mit mehr als einem Meter Bildschirm-Diagonale liegen im Trend. Wer sich solch einen großen Fernseher anschaffen oder einen zu Weihnachten verschenken möchte, sollte darauf achten, dass nicht jedes Gerät für jede Zimmergröße geeignet ist. Um nicht zu nah am Fernseher zu sitzen, sollte ein Richtwert beachtet werden. Zuschauer sollten zum Bildschirm einen Mindestabstand einhalten, der dem Dreifachen der Bilddiagonale entspricht. Bei einem 107-Zentimeter-Fernseher wären also mehr als drei Meter Abstand notwendig. Wer nicht so viel Platz zwischen Fernsehsessel und Gerät hat, sollte lieber einen kleineren Bildschirm auswählen.

Tonqualität bei den meisten eher schlecht

Einen Schwachpunkt, den viele Flachbildschirme gemeinsam haben, ist die Tonqualität. Der Grund: Weil in den flachen Gehäusen wenig Platz ist, sind die Lautsprecher oft schlicht zu klein, um einen Klang zu bieten, der auch die strengen Ohren der Produktprüfer überzeugt. „Wer Wert auf perfekten Sound legt, kommt um eine externe Stereo- oder Surround-Anlage nicht herum“, meint die Stiftung Warentest. Im Test erwies sich der Ton der eingebauten Lautsprecher bei vielen Modellen als so schwach, dass die Geräte in diesem Bereich über die Note „ausreichend“ nicht hinauskamen.

Aber ein paar Ausnahmen gibt es doch: Acht Geräten wurde immerhin gute Tonqualität attestiert. Wer ein Gerät mit sehr guter Tonqualität haben möchte, der muss allerdings ziemlich tief in die Tasche greifen. Diese Note erhielt für seinen Ton nur der 2300 Euro teure Loewe Connect 37.

Vier Preisgünstige schneiden gut ab

Alles in allem schnitt jedoch nicht etwa ein hochpreisiges Gerät am besten ab, sondern ein Fernseher für weniger als 1000 Euro. Der Testsieger Philips 32PFL9604H hat meist ein gutes Bild, ist dank weitem Betrachtungswinkel auch für größere Zuschauer-Runden geeignet und seine Lautsprecher klingen ordentlich. Drei noch günstigere Geräte, allesamt vom Hersteller Sony, erhielten als Gesamturteil ebenfalls die Note „gut“.

mm

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