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Transparente gegen die Rente mit 67 bei einer DGB-Aktion: Die Lebensarbeitszeit in Europa ist seit 2005 um fast zwei Jahre gestiegen. Foto: Peer Grimm/Archiv

38 Arbeitsjahre in Deutschland

Lebensarbeitszeit in Europa um fast zwei Jahre gestiegen

Die Menschen in der EU arbeiten immer länger. Die "voraussichtliche Lebensarbeitszeit" steigt in allen Mitgliedsstaaten - am schnellsten in Malta.

Luxemburg (dpa) - Angesichts steigender Lebenserwartung verbringen die Europäer auch immer mehr Jahre im Beruf. Die Lebensarbeitszeit wuchs in den zehn Jahren bis 2015 in der gesamten Europäischen Union um 1,9 auf 35,4 Jahre, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte.

Hauptgrund: Frauen arbeiten um 2,6 Jahre länger als noch 2005. In Deutschland nahm die Zeitspanne mit 2,4 Jahren überdurchschnittlich zu und lag 2015 bei 38,0 Jahren.

Die Statistiker sprechen von "voraussichtlicher Lebensarbeitszeit" - sie rechnen hoch, wie lange ein 15-Jähriger "auf dem Arbeitsmarkt aktiv" sein wird, sei es beschäftigt oder arbeitslos. Die Frist ging in allen 28 EU-Ländern hoch. Doch sind sowohl die jetzt erwarteten Lebensarbeitszeiten als auch die Veränderungen sehr unterschiedlich.

An der europäischen Spitze liegt Schweden mit einer Lebensarbeitszeit von 41,2 Jahren. Das sind über zehn Jahre mehr als in Italien (30,7 Jahre). Auch Bulgarien, Griechenland, Belgien, Kroatien, Ungarn und Polen kommen immer noch auf weniger als 33 Jahre.

Die höchsten Zuwachsraten meldet Eurostat für Malta, das die voraussichtliche Lebensarbeitszeit binnen zehn Jahren um 5,1 Jahre in die Höhe schraubte. Der kleine Mittelmeerstaat liegt aber mit 33,4 Jahren immer noch am unteren Ende der Skala. Am wenigsten wuchs die Frist mit 0,2 Jahren in Dänemark, das aber mit 39,2 Jahren trotzdem in der Spitzengruppe liegt.

Pressemitteilung Eurostat (deutsch)

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