Lebensmittelhändler Real steht auf der Verkaufsliste

Düsseldorf - Nach der Warenhauskette Kaufhof steht beim Handelskonzern Metro womöglich eine weitere Veränderung an. Der Lebensmittelhändler Real steht auf der Verkaufsliste.

Der geplante Verkauf der Warenhauskette Kaufhof dürfte nach Einschätzung von Branchenbeobachtern nicht die einzige Veränderung im Handelskonzern Metro bleiben. Mittelfristig könnte auch der Lebensmittelhändler Real auf die Verkaufsliste kommen, hieß es am Mittwoch in Branchenkreisen. Metro unternimmt seit Jahren Anstrengungen, das Deutschland-Geschäft von Real zu sanieren. Real steigerte 2009 den bereinigten operative Gewinn (EBIT) um 46 Millionen auf 52 Millionen Euro, teilte die Metro AG mit. Dabei sind Aufwendungen für den Konzernumbau herausgerechnet. Der Umsatz nahm durch Wechselkurseffekte um 2,9 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro ab.

Deutschlands größter Handelskonzern Metro hat indes unter der weltweiten Wirtschaftskrise gelitten. Im vergangenen Jahr sank das betriebliche Ergebnis (Ebit) des Konzerns um 8,9 Prozent auf gut 2 Milliarden Euro. Der Umsatz verringerte sich um 3,6 Prozent auf 65,6 Milliarden Euro. Dennoch zeigte sich Metro-Chef Eckhard Cordes am Mittwoch zufrieden mit Erreichten. “Wir haben die schwerste Wirtschaftskrise seit 80 Jahren gemeistert.

Darauf kann der gesamte Konzern stolz sein“, meinte der Manager. Mit Hilfe des Effizienzsteigerungsprogramms “Shape 2012“ sei es der Metro im abgelaufenen Jahr gelungen, einen großen Teil der krisenbedingten Effekte im Ergebnis zu kompensieren, sagte Cordes. Insgesamt erwartet der Konzern durch das Sparprogramm, das auch den Abbau Tausender Arbeitsplätze vorsieht, bis 2012 eine nachhaltige Ergebnisverbesserung um 1,5 Milliarden Euro. Auch 2010 werde kein einfaches Jahr, betonte der Manager. Dennoch will der Konzern wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Der Umsatz und auch das betriebliche Ergebnis vor Sonderfaktoren sollen im laufenden Jahr wieder steigen. Mittelfristig strebt der Konzern ein jährliches Umsatzwachstum mehr 6 Prozent und ein Ergebniswachstum von mehr als zehn Prozent pro Jahr an.

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