Lebensmittelpreise in Deutschland entspannen sich

Brüssel - Lebensmittel werden in Deutschland nach Einschätzung von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) wieder preiswerter.

Vor einem Treffen mit seinen EU-Kollegen am Montag in Brüssel sagte Seehofer: "In Deutschland hat sich die Situation schon wieder deutlich entspannt." Grundsätzlich müsse sich die Europäische Union natürlich mit der Lage auf Märkten für Nahrungsmittel beschäftigen.

Die EU-Kommission geht hingegen davon aus, dass die Preise weiter hoch bleiben. "Lebensmittelpreise werden kurz- bis mittelfristig wahrscheinlich nicht auf das Niveau vor der (derzeitigen Nahrungsmittel-) Krise zurückfallen", warnt die Brüsseler Behörde in einem Strategiepapier. Es liegt der Zeitung "Financial Times Deutschland" (Montag) vor. EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel will die Lageeinschätzung am Dienstag vorstellen. Es soll als Diskussionsvorlage für den EU- Gipfel der 27 Staats- und Regierungschefs am 19. und 20. Juni in Brüssel dienen.

Die Kommission erklärt nach den Informationen der Zeitung den Preisanstieg vor allem mit Gründen, die dauerhaft bleiben werden. Eine große Rolle spielten dabei die Energiepreise. Hinzu komme vor allem in den USA die Förderung von Biosprit. Das verteuere bestimmte pflanzliche Nahrungsmittel. Zugleich hätten Missernten die Entwicklung verstärkt.

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