Lebensmittelriese Nestlé mit Rekordgewinn 2005

- Vevey - Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé hat trotz höherer Kosten für Verpackungen und Rohstoffe im vergangenen Jahr mehr verdient als je zuvor.

Der Reingewinn stieg um 20,7 Prozent auf die Rekordmarke von 8,0 Milliarden Franken (5,12 Mrd Euro), wie das Schweizer Unternehmen in Vevey mitteilte.

Auch der Umsatz wuchs mit 91,1 Milliarden Franken (Vorjahr: 84,7 Mrd Franken) auf eine Höchstmarke. Bessere Verkaufszahlen, Preiserhöhungen und Einsparungen schlugen positiv zu Buche. Die Dividende soll um 12,5 Prozent auf neun Franken steigen. Für 2006 peilt Nestlé weiteres Wachstum an.

In Europa als zweitgrößtem globalen Markt verzeichnete die Gruppe angesichts des gedämpften Konsumklimas den schwächsten Umsatzanstieg mit zwei Prozent auf 27,6 Milliarden Franken. Bei löslichem Kaffee, und Tiefkühlkost seien vielfach Marktanteile gewonnen worden, während das Süßwarengeschäft in Großbritannien auf die Margen drückte. In Nord- und Südamerika als größtem Nestlé-Absatzgebiet legte der Umsatz dagegen kräftig um 7,8 Prozent auf 30,8 Milliarden Franken zu. Das Geschäft mit abgefülltem Wasser steigerte die Erlöse insgesamt um 8,6 Prozent auf 8,8 Milliarden Franken, die Margen gaben aber etwas nach.

Bei Getränken ("Nescafé", "Nesquik") stieg der Umsatz um 8,2 Prozent auf 23,8 Milliarden Franken. Bei Fertiggerichten und Küchenprodukten wurde ein Zuwachs von 4,4 Prozent auf 16,7 Milliarden Franken erzielt. Dabei setzten sich neu eingeführte kleine Tiefkühl-Mahlzeiten für die Mikrowelle in Deutschland und anderen europäischen Ländern zusehends am Markt durch. Schokoladen und Süßwaren erzielten ein schwächeres Wachstum von 2,6 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro.

Im laufenden Jahr strebt Nestlé nach den Worten von Konzernchef Peter Brabeck ein organisches Wachstum zwischen fünf und sechs Prozent an. Dabei werde die Entwicklung in Westeuropa wohl weiter eher zurückhaltend sein. Wegen hoher Ölpreise drohten Kosten für Energie und Verpackungen nochmals zu steigen. Der Vorstand kündigte zudem an, die Einziehung von Aktien im Wert von einer Milliarde Franken vorzuschlagen. Derzeit läuft ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von drei Milliarden Franken.

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