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Lebensmittelriese Dr. Oetker stark im Ausland

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Bielefeld (dpa) - Wachsender Appetit im Ausland: Der Lebensmittelriese Dr. Oetker hat 2007 dank eines starken Auslandsgeschäfts seinen Umsatz deutlich gesteigert. Die Erlöse seien im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 Prozent auf rund 1,59 Milliarden Euro gewachsen.

Das teilte die Dr. Oetker GmbH, die Lebensmittelsparte der Bielefelder Oetker-Gruppe, mit. Der Auslandsumsatz legte um 14,9 Prozent auf 932 Millionen Euro zu, bereinigt um den Zukauf der britischen Backwarenmarke SuperCook und Kurseffekte gab es ein Plus von 9,4 Prozent. Der Anteil der Auslandserlöse am Gesamtumsatz stieg von 56 Prozent im Vorjahr auf 59 Prozent.

In Deutschland sanken die Erlöse vor allem wegen des Verkaufs des Meeresfrüchtespezialisten Costa um 0,4 Prozent auf 656 Millionen Euro. Operativ lag der deutsche Umsatz um 0,6 Prozent über dem Vorjahr. Das Ergebnis habe im Plan gelegen, sagte Firmenchef August Oetker. Gewinnzahlen nennt das Familienunternehmen traditionell nicht.

Das laufende Geschäftsjahr 2008 habe "zufriedenstellend begonnen", sagte Oetker. Das Wachstum im ersten Quartal sei zweistellig gewesen. Eine Prognose für das Gesamtjahr 2008 wollte er nicht abgeben. "Wir können es nicht hochrechnen, aber wir haben ein Polster", sagte er. Angesichts der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Nahrungsmitteln müssten sich die Verbraucher auf weiter steigende Lebensmittelpreise einstellen.

Dr. Oetker setzt auf Internationalisierung - in Indien erschließe eine eigene Landesgesellschaft den Markt, ein Markteintritt in den USA werde geprüft. Die wichtigsten Produkte in Indien seien Desserts, sagte Verkaufs-Geschäftsführer Volkmar Preuß. "Der Inder isst gerne süß."

Das Geschäft mit Tiefkühlpizzen und Tiefkühlsnacks des europäischen Marktführers mit einem Marktanteil von mehr als 26 Prozent floriert. Die Sparte erzielte ein Wachstum von elf Prozent. Der Umsatz im neuen Geschäftsfeld Frische mit beispielsweise Fertigdesserts wuchs um sechs Prozent, der Anteil am Gesamtumsatz betrug knapp 13 Prozent und sei damit "noch deutlich ausbaufähig", sagte Oetker. Schwarze Zahlen in dem Segment erwarte er "in den nächsten drei Jahren". Nach Angaben von Frische-Geschäftsführer Ralf Blomeier ist Dr. Oetker auf dem deutschen Fertigdessertmarkt die Nummer Zwei hinter Campina. Mit einem Anteil von 40 Prozent am umsatzstärksten ist das Segment Nährmittel mit Backmischungen, Dessertpulver und Fertiggerichten.

Die Investitionen lagen 2007 mit 103 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr (86 Millionen Euro). Die Beschäftigtenzahl stieg insgesamt um 0,9 Prozent auf rund 7300; in Deutschland sank die Mitarbeiterzahl allerdings.

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