Lego profitierte von den Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Pandemie - und fuhr 2020 einen Rekordgewinn ein
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Lego profitierte von den Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Pandemie - und fuhr 2020 einen Rekordgewinn ein.

Verkauf von Bausteinen boomt

Lego-Spielzeug so beliebt wie nie - Kultmarke profitiert von Corona-Pandemie

  • Patrick Freiwah
    vonPatrick Freiwah
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Lego gehört zu den Gewinnern der Corona-Krise. Der traditionsreiche Spielzeughersteller konnte im vergangenen Jahr so viel Geld wie noch nie verdienen.

Billund/München - Unternehmen, die ihre Erzeugnisse digital anbieten, haben in Zeiten der Corona-Pandemie erhebliche Vorteile gegenüber dem stationären Handel. Dazu gehört auch die Traditionsmarke Lego, die für das vergangene Jahr 2020 eine imposante Gewinnsteigerung von 19 Prozent verzeichnen kann.

Der Spielzeughersteller hat weltweit einen Umsatz von umgerechnet rund 4,32 Milliarden Euro eingefahren, der Nettogewinn ist mit 1,3 Mrd. Euro veranschlagt und damit der größte Wert der Firmengeschichte. Lego profitierte zum großen Teil davon, dass sich das Spielen während der Corona-Lockdown-Maßnahmen vorwiegend in geschlossene Räume verlagerte.

Lego fährt Mega-Gewinn ein - Corona lässt Zugriffe auf Firmenwebsite stark wachsen

Ein weiterer wichtiger Punkt: Viele Transaktionen wanderten vom Einzelhandel auf die Lego-Website, so viele Menschen wie noch nie kauften Bausteine im Internet. So verzeichnete der Internetauftritt des dänischen Unternehmens (Lego.com) doppelt so viele Klicks wie zu Zeiten vor der Pandemie 2019. Firmenchef Niels Christiansen betonte: „Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie wichtig es ist, ein agiles, reaktionsschnelles Unternehmen zu haben, das auf starken digitalen Fundamenten gebaut ist.“

Lego-Strategie: Spielzeugfertigung, Themenparks und 100 Prozent Nachhaltigkeit

Lego, das im August 1932 gegründet wurde, widmete sich in den vergangenen Jahren zunehmend den Bereichen Videospiele und Filme, betreibt außerdem Themenparks auf der ganzen Welt. Doch die Entwicklung und Fertigung der bunten Steine und Figuren soll weiterhin den Kern der geschäftlichen Tätigkeiten bilden.

Ein ambitionierter Plan von Lego für die Zukunft betrifft das Thema Müllvermeidung: Sämtliche Bausteine sollen bis zum Jahr 2030 nachhaltig sein - 100 Prozent abbaubar oder wiederverwertbar. Dafür geriet der Spielzeughersteller aus Dänemark wegen eines zweifelhaften Angebots kürzlich in die Kritik - Aktivisten demonstrierten vor den Filialen.

Zu den großen Siegern der Corona-Krise gehört auch Amazon. Daher sieht sich die Politik zu entsprechenden Maßnahmen gezwungen. (PF mit AFP)

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