Legoland geht an Amerikaner

- Günzburg - Das traditionsreiche dänische Spielzeugunternehmen Lego hat die Mehrheit an seinen vier Legoland-Freizeitparks in Dänemark, Deutschland, Großbritannien und den USA an den US-Kapitalfonds Blackstone verkauft. Wie beide Seiten mitteilten, bekommt der mit hohen Verlusten kämpfende Lego-Konzern für 70 Prozent der Anteile 375 Millionen Euro. Die Parks im bayerischen Günzburg, im dänischen Billund, Windsor in England sowie Carlsbad in Kalifornien werden in die europäische Blackstone-Tochter Merlin Entertainments eingegliedert.

Merlin betreibt als Zweitgrößter der Branche in Europa 28 Freizeit-Attraktionen, darunter das Hamburger Dungeon und 7 Sea-Life-Aquarien in Deutschland. Geschäftsführer Nick Varney sagte, auch mit Blick auf Deutschland sei die Übernahme der Mehrheit bei den Legoland-Parks eine "durch und durch positive Geschichte". Legoland Günzburg solle zu einem Ausflugsziel mit Übernachtungsmöglichkeiten und zusätzlichen Attraktionen innerhalb und außerhalb des Legoland-Parks ausgebaut werden.Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (SPD) zeigte sich über die positive Nachricht erfreut. Dadurch würden rund 1000 Arbeitsplätze für die Region gesichert. Günzburg wurde als jüngster der vier Parks 2002 eröffnet und hatte seitdem pro Jahr 1,35 Millionen Besucher. Geschäftsführerin Lotte Wamberg begrüßte den Wechsel des Mehrheitseigners: "Das eröffnet für uns neue Möglichkeiten." Jetzt könnten Überlegungen zu einem Ausbau des Freizeitparks mit einem Feriendorf weiter betrieben werden. "Das ist ein großer Tag für uns", sagte Wamberg. Während der Saison beschäftigen die Legoland-Parks zusammen 3000 Mitarbeiter.Der Lego-Konzern hatte in den letzten Jahren immer höhere Verluste zu bewältigen, die sich 2004 auf 1,9 Milliarden Kronen (250 Millionen Euro) beliefen.

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