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Lehman-Geschädigte protestieren in Frankfurt für ihre Entschädigung und gegen die schlechte Beratung.

Lehman-Geschädigte demonstrieren

Frankfurt/Main - Am Jahrestag der Lehman-Pleite demonstrieren Geschädigte für angemessene Entschädigungen. Außerdem protestieren sie gegen die schlechte Beratung, durch die sie ihr Geld verloren glauben.

Sprechchöre, Trillerpfeifen und Demonstranten im Rentenalter: Ein Jahr nach dem Zusammenbruch der Lehman-Bank haben etwa 200 Kleinanleger in Frankfurt für Entschädigungen demonstriert. Sie protestierten gegen die ihrer Ansicht nach falsche Beratung durch die Geldhäuser, von denen sie die Wertpapiere der Pleitebank gekauft hatten.

Dem Aufruf zur Demonstration der Interessengemeinschaft Lehman-Geschädigter waren viele ältere Menschen gefolgt und zum Teil von we “Man hat uns was versprochen, was nicht gestimmt hat“, sagte Brigitte Dreger, die zusammen mit ihrem Ehemann Erich 10.000 Euro verlor. Noch im März 2008 habe die Frankfurter Sparkasse ihnen die Lehman-Wertpapiere als sichere Anlage verkauft. Schon ein halbes Jahr später sei ein wichtiger Teil ihrer Altersversicherung wertlos gewesen. Bis zum Rentenalter seien sie nie auf einer Demonstration gewesen, sagte Brigitte Dreger.

Seit April gehe das Paar aber jede Woche zu einer Mahnwache der Lehman-Geschädigten. Derweil rief ein weißhaariger Mann in ein Megafon: “Kleinanleger stehen vor der Bank, die Räuber sitzen in der Bank.“ Nach der Pleite von Lehman Brothers am 15. September 2008 hatten nach Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg allein in Deutschland rund 40.000 Kleinanleger Geld verloren. Viele fühlen sich von ihren Banken schlecht über das Risiko eines Totalverlusts beraten. Außerdem werfen Kritiker den Banken vor, die Wertpapiere vor allem wegen der hohen Provisionen verkauft zu haben.

AP

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