Lehrstellen-Lücke in Bayern nicht zu schließen

- München - Trotz aller Anstrengungen wird sich die Lehrstellenlücke in diesem Jahr auch in Bayern nicht vollkommen schließen lassen. "Es ist jedoch nicht zu befürchten, dass am Ende des Jahres noch Tausende junger Leute im Freistaat auf der Straße stehen", sagte der Vizepräsident des Landesarbeitsamtes, Franz Prast. Prast äußerte die Hoffnung, dass auch nach Ende des Berufsberatungsjahres am 30. September im so genannten "Fünften Quartal" viele junge Menschen über Nachvermittlungen doch noch einen Ausbildungsplatz bekommen oder in schulischen Maßnahmen untergebracht werden können.

<P>Ende August gab es im Freistaat noch fast 20 000 nicht vermittelte Bewerber. Das waren über 4200 mehr als im August 2002. Den Arbeitsämtern wurden bis zum 31. August auch knapp 10 000 Ausbildungsplätze weniger gemeldet als im Vorjahr.</P><P>Im vergangenen Jahr ist die Zahl der nicht vermittelten Bewerber allein im Monat September um rund 13 000 auf 2100 reduziert worden. "Auch in diesem Jahr ist im September einiges gelaufen", sagte Prast unter Hinweis auf die "Last-Minute-Aktion" des Arbeits- und Sozialministeriums in München.</P><P>Außerdem sei die Zahl der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen trotz finanzieller Engpässe weiter erhöht worden. "Das ist zwar im Vergleich zu einer Lehrstelle nur die zweitbeste Lösung", räumte Prast ein. "Wir machen die Leute damit aber fitter und erhöhen damit ihre Chance auf eine Lehrstelle im kommenden Jahr."</P><P>Laut Prast hat auch die Debatte über den drohenden Lehrstellenmangel und das "Damoklesschwert einer Ausbildungsabgabe" das Bewusstsein vieler Unternehmen gestärkt. "Die Wirtschaft ist hellwach geworden", sagte der Vizepräsident des Landesarbeitsamtes. Offenbar hätten auch viele Betriebe erkannt, dass sich angesichts der zu erwartenden niedrigeren Jahrgangszahlen mittelfristig ein Fachkräftemangel abzeichne.</P><P>Prast appellierte an Betriebe und Auszubildende, nicht besetzte oder nicht angetretene Lehrstellen schnellstmöglich zu melden. Nur so könnten noch nicht vermittelte Bewerber untergebracht werden.<BR></P>

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