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Lehrstellenmarkt fast auf Vorjahresniveau

- München - Lehrstellenmangel? Ausbildungsplatz-Abbau? Alles nur Panikmache. Dieses Fazit zog der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) bei der Vorstellung seiner Ausbildungsbilanz 2003. Denn die Anzahl der Lehrstellen in Bayern sei gegenüber dem Vorjahr fast gleich geblieben. Das Jahr sei vom "Dreiklang aus Sorge, Hysterie und Entwarnung" geprägt gewesen, sagte Hauptgeschäftsführer Reinhard Dörfler. Gleichzeitig warnte er vor der Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe. Sie würde "kaputt machen, was kaputt zu machen ist".

<P>Bis Ende November sind beim BIHK 47 077 Ausbildungsverträge eingegangen, 166 (0,4 %) weniger als 2002. Angesichts der wirtschaftlichen Lage "ein Bombenergebnis", meinte Dörfler. Es habe jedoch einiger Anstrengung bedurft, diese Zahl zu erreichen. So seien durch Vermittlungsaktionen der BIHK 3100 Betriebe mit 4100 Ausbildungsplätzen neu hinzu gekommen. Den Angaben zufolge sind noch über 3000 als suchend gemeldete ohne Lehrstelle. Viele seien aber fälschlicherweise in der Statistik, warnt Dörfler. Auf Einladungen zu Lehrstellenbörsen reagiert nur die Hälfte der Gemeldeten.</P><P>Den potenziellen Wiedereinstieg in die Hysterie-Phase lieferte die IHK jedoch gleich mit. Abermals wollen die bayerischen Betriebe netto Ausbildungsplätze abbauen. Das ergab eine Umfrage des BIHK. Lediglich bei Industrieunternehmen war die Anzahl der Betriebe, die vermehrt ausbilden wollen (18,1 %), höher als die Zahl derer, die mit weniger Lehrlingen rechnen (16,8). Bei Handel, Verkehr, Dienstleistung und Bau ist das Verhältnis umgekehrt. Da die Zahlen 2002 deutlich negativer aussahen, blickt Dörfler "verhalten optimistisch" ins nächste Jahr. Zumindest wenn die Ausbildungsplatzabgabe nicht kommt, denn die könnte Betriebe veranlassen, die Ausbildung nur unter Nutzenaspekten zu sehen und nur noch so viele Lehrstellen anzubieten wie sie unbedingt müssen.<BR></P>

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