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Ifo-Chef Hans-Werner Sinn zeigt sich trotz des Knicks im Geschäftsklimaindex optimistisch:

Leichter Dämpfer für Aufschwungstimmung

München - Die Aufschwungstimmung in der Wirtschaft hat sich im Mai minimal eingetrübt. Der ifo-Geschäftsklimaindex sank überraschend um 0,1 Punkte auf 101,5.

Das teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut am Freitag in München mit. In den vergangenen beiden Monaten war der Index jeweils kräftig gestiegen. Ifo-Chef Hans-Werner Sinn zeigte sich trotz des Knicks optimistisch: “Die wirtschaftliche Erholung in Deutschland erweist sich als robust“, kommentierte er das aktuelle Ergebnis. “Die Unternehmen sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage genauso zufrieden wie im Vormonat“, erklärte Sinn. Der Teilindex dafür stieg um 0,1 auf 99,4 Punkte. Die Bewertung der Geschäftserwartungen sank um 0,3 auf 103,7 Punkte. Dies sei “minimal weniger gut als im April“.

Positive Rückmeldungen erhielt das ifo-Institut vor allem aus dem verarbeitenden Gewerbe. Der Index für diese Branche stieg um 2,6 auf 10,1 Punkte. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten würden von der Industrie besser bewertet, erklärte Sinn. “Im Auslandsgeschäft rechnen sie nochmals mit einer kräftigeren Belebung als bisher.“ Zudem wollten die Industriebetriebe kaum noch Jobs abbauen. Im Baugewerbe ging es dagegen kräftig nach unten. Der Teilindex sackte um 5 Punkte auf minus 20,4. Im Einzelhandel sank die Stimmung um 4,4 Punkte auf minus 8,1, im Großhandel um 2,5 auf 2,6 Punkte. Für den ifo-Index wurden rund 7.000 Betriebe befragt.

apn

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