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Vom Kindergeld zur Kindergrundsicherung: Das plant die Ampel-Koalition

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Von: Patricia Huber

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Vater zieht Kind Pantoffeln an
Die Kindergrundsicherung soll alle Leistungen für Kinder bündeln. © Ute Grabowsky/Imago Images

Die Ampel-Koalition plant die Einführung einer Kindergrundsicherung. Aber was wird sich damit überhaupt ändern? Ein Überblick.

Berlin - „Wir wollen mit der Kindergrundsicherung bessere Chancen für Kinder und Jugendliche schaffen und konzentrieren uns auf die, die am meisten Unterstützung brauchen.“ So steht es im Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien*. Heute Abend (29. März) soll nun das erste Mal die Arbeitsgruppe zusammenkommen, die sich mit der Kindergrundsicherung beschäftigt.

Kindergrundsicherung: Bis Ende 2023 soll das Konzept stehen

Bis Ende 2023 soll das Gremium dann ein Konzept für die geplante neue Leistung erarbeiten. Insgesamt sind ganze sechs Ressorts in der Kindergrundsicherungs-Arbeitsgruppe vertreten: neben dem Familienministerium* auch die Ministerien für Finanzen, Justiz, Arbeit, Bildung und Wohnen.

Aber was genau soll die neue Kindergrundsicherung mit sich bringen? Laut Koalitionsvertrag teilt sich die Kindergrundsicherung in zwei Komponenten. Und zwar in einen Garantiebetrag, welcher vom Einkommen der Eltern unabhängig ist und einen gestaffelten Zusatzbetrag, der vom Einkommen der Eltern abhängt.

Kindergrundsicherung: Schnittstellen zum Bürgergeld und BAföG müssen geschaffen werden

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel erklärt hierzu in einer Meldung des Ministeriums: „Für die Kindergrundsicherung wird ein Teil der 150 familienpolitischen Leistungen gebündelt, die heute noch in unterschiedlichen Ministerien beheimatet sind. Das ist ein komplexes Vorhaben.“ Es müssten Schnittstellen zu anderen Leistungen wie dem neuen Bürgergeld oder BAföG geschaffen werden, macht sie klar.

Die Kindergrundsicherung soll mehrere Leistungen, welche Kinder erhalten können, bündeln. Das wären das Kindergeld, welches jede Familie erhält, die Hartz-IV*-Leistungen für Kinder, Teile des Bildungs- und Teilhabepakets sowie der Kinderzuschlag für Familien mit kleinen Einkommen. Außerdem soll sie laut Koalitionsvertrag „ohne bürokratische Hürden direkt bei den Kindern ankommen“. (ph/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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