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O2 lenkt im Streit um Handy-Guthaben ein

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- München - Im Streit um die Gültigkeit des Guthabens auf Handykarten lenkt das Mobilfunkunternehmen O2 ein. Künftig wird das Guthaben der Prepaid-Karten nicht mehr nach einem Jahr verfallen, kündigte eine Unternehmenssprecherin an. O2 werde ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts München akzeptieren und keine Revision einlegen.

Die Richter hatten vor einem Monat in einem Musterurteil entschieden, dass so genannte Prepaid-Guthaben für Handys nicht mehr verfallen dürfen. Die mehr als 4,8 Millionen O2-Kunden mit einem Prepaid-Vertrag können nun künftig auf Erstattung ihres Guthabens bestehen. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Verträge werden nach Worten der Sprecherin abgeändert.

O2 hatte in dem Gerichtsverfahren betont, dass ohne die zeitliche Begrenzung erhebliche Verwaltungskosten entstünden. Die Guthaben müssten registriert und dann auf Verlangen bis zum Ablauf der Verjährung ausbezahlt werden. Dieser Aufwand sei unzumutbar. Schon das Landgericht München I hatte diese Argumente aber nicht gelten lassen. Der Kunde habe mit der Einzahlung des Guthabens eine Vorleistung erbracht.

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