Letzte Runde im Kampf um das Stammwerk von AEG

- Nürnberg/München - Der Kampf um das Nürnberger AEG-Werk geht in die letzte Runde. Heute treffen Management und Arbeitnehmervertreter in München zusammen, um zu beraten, wie die Härten der anstehenden Schließung für die 1750 Beschäftigten des Traditionsbetriebes sozialverträglich abgefedert werden könnten.

Der Nürnberger IG-Metall-Vize Jürgen Wechsler kritisierte, dass Electrolux bislang keine konkreten Vorschläge geäußert habe. Der schwedische Konzern müsse entweder ein Angebot unterbreiten oder die Forderungen der Gewerkschaft akzeptieren. AEG-Sprecher Michael Eichel sagte, der Schließungsbeschluss könne nicht mehr aufgehoben werden. Bei den "tariflichen Sondierungsgesprächen" stehe das weitere Vorgehen im Mittelpunkt.

Wechsler kündigte unterdessen an, die Gewerkschaft werde auf "ein schnelles Ende drängen". Er rechne jedoch mit einem "harten Ringen", um für die in ihrer Existenz bedrohten 1750 AEG-Mitarbeiter "das beste Ergebnis" herauszuholen. "Electrolux wird bis 2010 nicht aus der Verantwortung für AEG entlassen", betonte Wechsler. Für ihn liegt ein Streik näher als ein Verhandlungsergebnis.

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