Die letzte Sitzung mit Alan Greenspan

- Washington - Der langjährige Chef der US-Notenbank, Alan Greenspan, leitete in Washington zum letzten Mal eine Zinssitzung. Greenspan tritt nach mehr als 18 Jahren im Amt ab. Greenspan (79) gilt als einer der einflussreichsten Notenbankchefs aller Zeiten (wir berichteten in unserer gestrigen Ausgaben ausführlich). Sein Nachfolger ist der ehemalige Princeton-Professor und Wirtschaftsberater des Präsidenten, Ben Bernanke (52). Bernanke gilt im Gegensatz zu Greenspan als Freund großer Klarheit. So hat er sich mehrfach für ein klares Inflationsziel stark gemacht.

Volkswirte rechnen in Greenspans letzter Sitzung mit einer weiteren Anhebung der Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent. Es wäre die 14. Erhöhung in Folge. Zwar ist die US-Wirtschaft im 4. Quartal überraschend nur um 1,1 Prozent auf Jahresrate gewachsen, die wieder anziehenden Ölpreise gelten jedoch als Inflationsrisiko.

In der Euro-Zone liegen die Leitzinsen bei 2,25 Prozent. Auch hier hatte es zuletzt einen Zinsschritt von 0,25 Prozent gegeben. Die nächste Erhöhung gilt unter Bankexperten als ausgemacht, unklar ist der Termin. Viele spekulieren auf eine Zinserhöhung im März.

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