Ab 1. Juni

Lidl erhöht Stundenlohn auf 11,50 Euro

Berlin - Fünf Monate nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde geht der Discounter Lidl einen Schritt weiter.

Ab 1. Juni erhöhe Lidl den Mindestlohn für seine Mitarbeiter auf 11,50 Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Dabei handle es sich um ein Einstiegsentgelt: Ob in den Filialen, im Lager oder als geringfügig Beschäftigter, diesen Stundenlohn erhalte jeder Mitarbeiter.

Lidl erklärte, seine Mitarbeiter lieferten die Basis für den geschäftlichen Erfolg. Ein gutes Arbeitsklima und motivierte Mitarbeiter seien daher "sehr wichtig". Als Arbeitgeber sehe Lidl sich in der Verantwortung, "attraktive Bedingungen für alle unsere Angestellten zu schaffen".

Lidl hatte 2010 einen Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde eingeführt; das Unternehmen forderte damals diese Summe auch als allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn.

Seit August 2013 verdienen die Mitarbeiter bei Lidl den Angaben des Unternehmens zufolge mindestens elf Euro pro Stunde. Lidl habe 2010 zudem ein elektronisches Personalzeiterfassungssystem eingeführt, womit jeder Mitarbeiter seine Arbeitszeit selbst erfasse. Jede geleistete Minute werde so exakt bezahlt.

Lidl gehört zur Unternehmensgruppe Schwarz, zu der auch die Supermarktkette Kaufland zählt. Die Gruppe hatte erst vergangene Woche ihre Umsatzzahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht. Danach stieg der weltweite Umsatz 2014 um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf fast 80 Milliarden Euro. Zum Gewinn äußert sich Schwarz nicht.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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