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Einkaufsrausch bei Lidl? Discounter nimmt Cannabis-Produkte ins Sortiment auf

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Von: Markus Hofstetter

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Lidl hat einen neuen Deal eingetütet: Der Discounter verkauft jetzt Cannabis-Produkte. Die 21 Produkte kommen von einem Start-up.

Bad Wimpfen - Lidl wird zum Dealer. In den Regalen des Lebensmittelhändlers werden nach Informationen der Lebensmittel Zeitung schon bald Cannabis-Produkte zu finden sein. Doch wer auf eine gesundheitsfördernde oder gar berauschende Wirkung der Kekse oder Getränke hofft, der wird enttäuscht werden.

Denn den Artikeln fehlen nach Angaben des Lieferanten The Green Dealers sowohl die psychoaktive Substanz THC (Tetrahydrocannabinol) als auch das nicht psychoaktive Cannabidiol (CBD). THC ist in Deutschland illegal. CBD ist für den Lebensmittelmarkt nicht erlaubt.

Insgesamt sind ab dieser Woche 21 unterschiedliche Produkte als Aktionsware bei Lidl erhältlich. Dazu zählen „Cannabis-Cookies“, „Hash-Brownies“ und ein „Cannabis-Energy-Drink“. Warum sollten Kunden trotz fehlender berauschender Wirkung zu der Ware greifen? Als Kaufargumente nennt The Green Dealers den Hanf-Geschmack und die „interessante Aufmachung“. 24vita.de* geht der Frage nach, ob Cannabisöl Tumore schrumpfen lassen kann.

Cannabis-Plätzchen mit einer Hanf-Pflanze
Bei Lidl kann man bald Cannabis-Produkte ohne berauschende Wirkung kaufen (Symbolbild). © cendeced/imago

Lidl steigt ins Cannabis-Geschäft ein: 1,5 Millionen Artikel in den Regalen

Mit Lidl kann The Green Dealers, das erst im November letzten Jahres gegründet wurde, einen ersten großen Erfolg verzeichnen. Das Start-up stellt die Produkte nicht selbst her, sondern vertreibt Artikel von Euphoria. Der tschechische Hersteller bietet Dutzende Cannabis-Produkte an, die teils auch CBD enthalten. Seine in Deutschland angebotene Ware ist THC- und CBD-frei.

Insgesamt 1,5 Millionen THC- und CBD-freie Artikel hat The Green Dealers an Lidl geliefert. Der Zwischenhändler generiert damit laut Lebensmittel Zeitung einen Umsatz im niedrigem Millionen-Euro-Bereich. Für das Jahr 2022 werden Erlöse von rund fünf Millionen Euro erwartet. Auf ein bei Weitem größeres Geschäft kann The Green Dealers hoffen, wenn THC legalisiert wird und dann Lebensmittel mit berauschender Wirkung verkauft werden können. (mhof) *Merkur.de und 24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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