Lidl soll eigene Beschäftigte systematisch überwacht haben

Neckarsulm/Hamburg - Der Lebensmitteldiscounter Lidl soll nach Informationen des Magazins "stern" Beschäftigte in zahlreichen Filialen systematisch überwacht haben.

Den Angaben zufolge wurde über zahlreiche Überwachungskameras registriert, wann und wie häufig Mitarbeiter auf die Toilette gehen, wer mit wem möglicherweise ein Liebesverhältnis hat und wer nach Ansicht der Überwacher unfähig ist oder einfach nur "introvertiert und naiv wirkt". Das Magazin beruft sich auf interne Lidl-Protokolle.

Das Unternehmen mit Sitz in Neckarsulm bestreitet die Existenz der Protokolle nicht. Sie dienten aber nicht der Mitarbeiterüberwachung, sondern der Feststellung eventuellen Fehlverhaltens, erklärte eine Lidl-Sprecherin. Die Datenschützer für den nicht-öffentlichen Bereich in Baden-Württemberg werden nach Angaben des Innenministeriums dem Fall jedoch nachgehen. "Der Sachverhalt muss aufgeklärt werden", betonte eine Ministeriumssprecherin. (Der "stern"-Beitrag lag dpa in redaktioneller Fassung vor.)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Leben in Deutschland teurer als im EU-Schnitt
Wiesbaden (dpa) - Das Leben in Deutschland ist weiterhin teurer als im EU-Schnitt. Das Preisniveau der privaten Konsumausgaben lag im Jahr 2017 um 5,0 Prozent über dem …
Leben in Deutschland teurer als im EU-Schnitt
Airbus droht bei Brexit ohne Abkommen mit Verlagerungen
Toulouse (dpa) - Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus will im Fall eines harten Brexits ohne Abkommen zwischen London und Brüssel seine Investitionen in …
Airbus droht bei Brexit ohne Abkommen mit Verlagerungen
Grundsicherung: Wer bekommt Hilfe, wenn das Geld nicht Zum Leben reicht?
Wer für seinen Lebensunterhalt nicht selbst aufkommen kann, hat in der Regel Anspruch auf Grundsicherung. Allerdings ist Grundsicherung nicht gleich Grundsicherung. Wir …
Grundsicherung: Wer bekommt Hilfe, wenn das Geld nicht Zum Leben reicht?
Ölpreise gestiegen - Iran lehnt Opec-Einigung weiter ab
New York/London (dpa) - Die Ölpreise sind im Vorfeld des Treffens des Öl-Kartells Opec gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur …
Ölpreise gestiegen - Iran lehnt Opec-Einigung weiter ab

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.