Lidl soll eigene Beschäftigte systematisch überwacht haben

Neckarsulm/Hamburg - Der Lebensmitteldiscounter Lidl soll nach Informationen des Magazins "stern" Beschäftigte in zahlreichen Filialen systematisch überwacht haben.

Den Angaben zufolge wurde über zahlreiche Überwachungskameras registriert, wann und wie häufig Mitarbeiter auf die Toilette gehen, wer mit wem möglicherweise ein Liebesverhältnis hat und wer nach Ansicht der Überwacher unfähig ist oder einfach nur "introvertiert und naiv wirkt". Das Magazin beruft sich auf interne Lidl-Protokolle.

Das Unternehmen mit Sitz in Neckarsulm bestreitet die Existenz der Protokolle nicht. Sie dienten aber nicht der Mitarbeiterüberwachung, sondern der Feststellung eventuellen Fehlverhaltens, erklärte eine Lidl-Sprecherin. Die Datenschützer für den nicht-öffentlichen Bereich in Baden-Württemberg werden nach Angaben des Innenministeriums dem Fall jedoch nachgehen. "Der Sachverhalt muss aufgeklärt werden", betonte eine Ministeriumssprecherin. (Der "stern"-Beitrag lag dpa in redaktioneller Fassung vor.)

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