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Durchschnittlich arbeiten 17 Menschen in deutschen Lidl-Filialen

Discounter

Lidl will weiter Personal aufbauen

Neckarsulm - Der Discounter Lidl will in den kommenden Jahren die Personaldecke in seinen Filialen ausbauen. Und das, obwohl derzeit im Einzelhandel am Personal eher gespart wird.

In den vergangenen zehn Jahren sei die durchschnittliche Mitarbeiterzahl in den 3300 deutschen Lidl-Filialen von 11 auf 17 gestiegen, sagte Thomas Augst, in der Deutschland-Geschäftsleitung zuständig für Personalfragen, am Dienstag in Neckarsulm. „Wir sind uns sicher, das wird so weitergehen.“ Bundesweit beschäftigt Lidl aktuell mehr als 70.000 Mitarbeiter.

Dass der Discounter mehr Mitarbeiter in seinen Filialen einsetzen will, ist für die Branche eher ungewöhnlich. Insgesamt werde im Einzelhandel am Personal derzeit eher gespart wird, sagte ein Verdi-Sprecher. 2009 war Lidl noch in die Kritik geraten, weil das Unternehmen seine Mitarbeiter mit Hilfe von Detektiven bespitzeln ließ.

Zuletzt hat der Discounter nun verstärkt in seine Personalarbeit investiert. In den vergangenen zwei Jahren wurden für die 38 Regionalgesellschaften Personalleiter installiert. In Zukunft sollen auch die Filialleiter weiterqualifiziert werden, damit sie sich stärker auf Führungsaufgaben konzentrieren. Derzeit mache das neben Filialorganisation und aktiver Mitarbeit in der Filiale im Durchschnitt nur fünf Prozent ihrer Arbeit aus, so Augst.

dpa

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