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Die Aktie des deutlich größeren Konkurrenten der deutschen Plattform Xing fiel kurz nach US-Handelsstart um rund 41 Prozent an die Marke von 112 Dollar. Foto: Jens Büttner

LinkedIn-Aktie stürzt nach Enttäuschung über Prognose ab

Nach einer langen Begeisterung für Internet-Aktien haben Investoren keine Geduld mehr, wenn ihnen die Zahlen nicht gefallen. Am Freitag bekam dies das Business-Netzwerk LinkedIn mit voller Wucht zu spüren.

Mountain View (dpa) - Das Karriere-Netzwerk LinkedIn hat wegen der Enttäuschung von Anlegern über die aktuelle Geschäftsprognose auf einen Schlag über 40 Prozent seines Werts verloren.

Die Aktie des deutlich größeren Konkurrenten der deutschen Plattform Xing fiel kurz nach US-Handelsstart um rund 41 Prozent an die Marke von 112 Dollar.

LinkedIn übertraf im vergangenen Quartal zwar die Markterwartungen. Für das laufende Vierteljahr stellte das Business-Netzwerk dann aber einen Umsatz von 820 Millionen Dollar in Aussicht, während die Analysten mit rund 867 Millionen Dollar gerechnet hatten.

Die LinkedIn-Prognose würde unterdessen immer noch ein Plus von über 28 Prozent bedeuten. Zugleich blieb der Online-Dienst auch bei der Vorhersage für das gesamte Jahr unter den Wall-Street-Schätzungen.

Bei LinkedIn können Nutzer Profile mit Bezug zu ihrer Karriere anlegen und nach neuen Jobs suchen.

Im Schlussquartal 2015 machte die Firma einen Verlust von 8,4 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Gewinn von 3,0 Millionen Dollar gegeben. Unter Herausrechnung von Sonderfaktoren hätte LinkedIn zuletzt allerdings 126 Millionen Dollar verdient. Unter anderem die Abschreibungen waren deutlich höher als ein Jahr zuvor. Der Umsatz kletterte um gut ein Drittel auf 862 Millionen Dollar. Dabei legten die Personal-Dienstleistungen, die den Großteil des LinkedIn-Geschäfts ausmachen, um 45 Prozent auf 535 Millionen Dollar zu. Die Zahl der Nutzer stieg um 19 Prozent auf 414 Millionen.

Linkedin-Mitteilung

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