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Mai-Randale in Berlin: Die Zahl der linksextremen Straftaten hat im vergangenen Jahr offenbar stark zugenommen.

Linksextreme Straftaten haben massiv zugenommen

Berlin - Linksextremisten haben in diesem Jahr sehr viel mehr Straftaten begangen als im vergangenen Jahr. Die ersten Tendenzen zeigen einen deutlichen Anstieg vor allem der Gewalttaten.

Das sagte am Mittwoch ein Sprecher des Bundesinnenministeriums, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Die “Bild“-Zeitung (Mittwoch) hatte unter Berufung auf vorläufige Erhebungen des Bundeskriminalamts (BKA) berichtet, in den ersten neun Monaten des Jahres sei die Zahl der linksextremen Straftaten um 38,9 Prozent gestiegen. Bei den Gewalttaten mit linksextremem Hintergrund gebe es im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum sogar ein Plus um 49,4 Prozent. Das Innenministerium und das BKA verwiesen auf Anfrage allerdings darauf, dass abschließende und verlässliche Zahlen erst im kommenden Jahr veröffentlicht werden.

Deutlich mehr Angriffe auf Polizisten.

Nach “Bild“-Informationen gab es in diesem Jahr vor allem deutlich mehr Angriffe auf Polizisten. So seien allein in den ersten drei Quartalen 315 Körperverletzungen gegen Polizeibeamte registriert worden sowie drei versuchte Tötungen. Im gesamten Vorjahr seien es lediglich 212 Körperverletzungen gewesen, und keine einzige versuchte Tötung. Dabei blieb allerdings offen, ob es sich ausschließlich um Täter aus dem linksextremen Spektrum handelt. Zuwächse gab es dem Bericht zufolge ferner bei den Delikten Sachbeschädigung und Landfriedensbruch.

Linksradikale Krawalle in Hamburg

Krawalle beim Schanzenfest in Hamburg

Im Jahr 2008 waren deutschlandweit 5866 linksextreme Straftaten registriert worden - 9,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im gleichen Zeitraum gab es 17 607 Straftaten aus dem rechtsextremen Spektrum. Für das laufende Zahl zeichnet sich eine ähnlich hohe Zahl ab. So hatte der “Tagesspiegel“ vor einigen Wochen berichtet, bis Ende September habe das rechtsextreme Spektrum bereits 13 231 politisch motiviert Straftaten verübt.

dpa

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