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Für das insolvente Versandunternehmren Quelle ist die weitere Liquidität nach dem Auslaufen der Kreditlinien noch nicht gesichert.

Liquidität von Quelle noch nicht sicher

Nürnberg/Fürth - Die weitere Liquidität des insolventen Versandunternehmens Quelle ist nach dem Auslaufen der Kreditlinien noch nicht gesichert.

Die beteiligten Banken hätten sich zwar grundsätzlich wirtschaftlich geeinigt, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Nürnberg. Nun müsse das Ergebnis aber noch in den Gremien der Geldinstitute gebilligt werden.

Die Frist für die Verlängerung der Kreditlinien im Volumen von rund 300 Millionen Euro endete am Mittwoch um 24 Uhr. Beteiligt sind die Valovis Bank (Essen), die Commerzbank und die BayernLB. Sie hatten zwar grundsätzliche Bereitschaft zur weiteren Finanzierung signalisiert. Strittig war aber noch die Risikoverteilung. Die Valovis Bank forderte, dass die beiden anderen Geldinstitute im gleichen Rang haften müssten.

Die Valovis Bank als Hausbank von Quelle hatte dem Versandunternehmen nach der Insolvenzanmeldung den Geldhahn zugedreht. Erst nach Zusage eines staatlichen Massekredits wurde die Finanzierung wieder aufgenommen. Allerdings seien die Konditionen überhöht, hatte Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg Mitte August in Nürnberg beklagt und deutlich gemacht, dass die Banken ihre Forderungen reduzieren müssten.

dpa

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