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Lösung für BenQ noch vor Weihnachten

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- München -­ Die Verhandlungen für eine Rettung wesentlicher Teile des insolventen Handyherstellers BenQ Mobile befinden sich in einer heißen Phase. Eine Sprecherin des Insolvenzverwalters Martin Prager sagte, sie hoffe auf eine Lösung vor Weihnachten. Ziel sei der Erhalt des auf die Kernbereiche geschrumpften Unternehmens als Ganzes. "Es gibt konkrete Verhandlungen mit nicht nur einem Interessenten." Allerdings dränge die Zeit: "Wir brauchen eine Entscheidung bis Ende des Jahres." Andernfalls müsse das Insolvenzverfahren förmlich eröffnet werden.

Der Insolvenzverwalter hatte vor einem Monat rund 1900 der gut 3000 BenQ-Mitarbeiter bei Weiterzahlung des Insolvenzgeldes freigestellt. Die restlichen 1100 Mitarbeiter bangen noch um ihre Zukunft. Wie viele von ihnen im Falle eines Einstiegs von Investoren übernommen würden, ist aber unklar. Für die freigestellten Mitarbeiter verständigten sich vergangene Woche Siemens und die IG Metall auf eine Beschäftigungsgesellschaft für die Dauer eines Jahres. Siemens sicherte dabei die Finanzierung zu.

Ein BenQ-Sprecher erklärte, dass vor diesem Hintergrund auch der bisherige Geschäftsführer Clemens Joos sein Amt niedergelegt habe. Joos habe seinen Rücktritt eingereicht, nachdem eine Lösung für die Beschäftigungsgesellschaft gefunden worden sei. Joos habe zudem in enger Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter mitgeholfen, dass nach der anfänglichen Lähmung bei BenQ nun die operative Handlungsfähigkeit wieder hergestellt worden sei. Ex-Mitarbeiter haben gegen Joos und weitere Manager Strafanzeige wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung gestellt (siehe auch "Gesicht des Marktes").

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