Lokführer der GDL stimmen für Streik

Frankfurt/ Main - Die Lokführer in der Gewerkschaft GDL haben mit deutlicher Mehrheit für einen Streik gestimmt. 95,8 Prozent sprachen sich für den Arbeitskampf aus, wie die Gewerkschaft am Montag in Frankfurt mitteilte. Die Hürde von 75 Prozent wurde damit klar übertroffen.

Ein Termin für Streiks wurde noch nicht genannt. Die Gewerkschaft wollte noch am Nachmittag über das weitere Vorgehen beraten. Streiks im Personenverkehr sollen aber 24 Stunden vorab angekündigt werden. Dort wären Arbeitsniederlegungen frühestens Mittwoch möglich, sagte GDL-Chef Manfred Schell.

Die Gewerkschaft hoffe aber bis Dienstagabend auf ein tragfähiges Angebot der Bahn. "Nur dies gibt Deutschland die Möglichkeit, dass es von einem Arbeitskampf verschont bleibt", sagte Schell. Er forderte die Bundesregierung auf, auf Bahnchef Hartmut Mehdorn einzuwirken.

Die Gewerkschaft will einen eigenen Tarifvertrag für das Fahrpersonal und Einkommenserhöhungen von 31 Prozent durchsetzen. Dies lehnt das Unternehmen kategorisch ab. Die Bahn hat bereits einen Tarifvertrag mit den anderen Bahngewerkschaften Transnet und GDBA abgeschlossen. Darin sind Einkommenserhöhungen von 4,5 Prozent und eine Einmalzahlung von 600 Euro vereinbart.

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