Lokführer wollen 31 Prozent: Bei der Bahn droht ein Streik

Frankfurt - Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn wird die Zeit für eine Einigung ohne Arbeitskampf knapp. In der zweiten Verhandlungsrunde für rund 134 000 Beschäftigte legte das Unternehmen ein erstes Angebot vor, das von den Gewerkschaften Transnet und GDBA zurückgewiesen wurde.

 "Die Arbeitgeber provozieren geradezu Streit", sagten die Verhandlungsführer Alexander Kirchner und Heinz Fuhrmann.

Die Bahn bot an, die Entgelte der gut 134\x0f000 Beschäftigten von Januar 2008 an um zwei Prozent zu erhöhen. Von Juli 2009 an soll es nochmals eine Anhebung von zwei Prozent geben. Von Juli bis Dezember 2007 sieht das Angebot eine Einmalzahlung von 300 Euro vor. Die Laufzeit soll 30 Monate betragen. "Wir wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg beteiligen", sagte Bahn-Personalvorstand Margret Suckale.

Die Gewerkschaften nannten das Angebot nicht einigungsfähig. "Solche Almosen verhöhnen die Beschäftigten", hieß es mit Hinweis auf die Rekordbilanz der Deutschen Bahn. Transnet und GDBA fordern sieben Prozent mehr Geld. Ihren Angaben zufolge beinhaltet das Angebot zudem eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich.

Unterdessen bekräftigte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die einen eigenen Tarifvertrag fordert und nicht mit am Verhandlungstisch sitzt, ihre Drohung mit Arbeitsniederlegungen in der kommenden Woche. Die GDL fordert Einkommenserhöhungen um bis zu 31 Prozent. Die Bahn will keinen Spartentarifvertrag mit der GDL abschließen.

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