Lucent-Gewinnwarnung belastet auch Alcatel-Aktien

- New York - Eine unerwartet dürftige Gewinn- und Umsatzentwicklung des größten amerikanischen Telekom-Ausrüsters Lucent Technologies im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat auch die Aktien der französischen Alcatel unter Druck gebracht.

Alcatel übernimmt Lucent im Zuge eines Aktientauschs im Wert von rund 13,5 Milliarden Dollar. Die Lucent-Aktien fielen im vorbörslichen Handel um 1,71 Prozent auf 2,30 Dollar, während die Alcatel-Titel am Dienstag um 5,21 Prozent auf 9,27 Euro nachgaben.

Lucent verdiente im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres nur noch zwei Cent je Aktie gegenüber sieben Cent je Aktie in der entsprechenden Vorjahreszeit, teilte die Gesellschaft am Montag nach Börsenschluss mit. Der Umsatz sei in dem am 30. Juni beendeten Dreimonatsabschnitt auf 2,04 (Vorjahresvergleichszeit: 2,34) Milliarden Dollar gefallen.

Lucent begründete dies vor allem mit einer Verlangsamung von Ausgaben einiger Mobilfunkkunden in Nordamerika. Lucent-Chefin Patricia Russo verwies darauf, dass die Ausgabenverzögerungen auf die Konsolidierung bei bestimmten Kunden zurückzuführen seien. In der US-Telekom- und Mobilfunkbranche hat es durch zahlreiche Übernahmen und Zusammenschlüsse eine enorme Konsolidierung gegeben. Lucent wird seine endgültigen Quartalsergebnisse am 26. Juli bekannt geben.

In einer separaten Ankündigung teilte Lucent mit, dass der Zusammenschluss mit Alcatel bis Jahresende vollzogen werden dürfte. Russo gab sich optimistisch, dass die erwarteten Kostensynergien vor Steuern von 1,4 Milliarden Euro erreicht werden können. Es sei weltweit die Streichung von 9000 Stellen vorgesehen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

IG Metall droht Siemens mit Streik
Mit massiven Protesten haben Arbeitnehmervertreter auf die angekündigten Stellenstreichungen bei Siemens reagiert. Und weitere Schritte sind geplant. Der Vorstand setzt …
IG Metall droht Siemens mit Streik
ProSiebenSat.1-Chef Ebeling verlässt den Konzern
"Ein bisschen fettleibig und ein bisschen arm" - so hat ProSiebenSat.1-Chef Ebeling kürzlich eine Kernzielgruppe seiner Senderfamilie beschrieben - wollte das aber nicht …
ProSiebenSat.1-Chef Ebeling verlässt den Konzern
Nach fieser Beleidigung der Zuschauer: Fernseh-Boss muss gehen
Fernsehzuschauer seien fettleibig und arm: Mit diesem Satz kam ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling in die Schlagzeilen. Nun ist er bald seinen Job los. 
Nach fieser Beleidigung der Zuschauer: Fernseh-Boss muss gehen
Post mit Millionen erfundenen Briefen betrogen
Täglich sortiert die Post Dutzende Millionen Briefe. Doch gerade bei Sendungen von Geschäftskunden reichen die Kontrollen offenbar bisher nicht aus. Das sollen Betrüger …
Post mit Millionen erfundenen Briefen betrogen

Kommentare