Ludwig Beck bekommt ein neues Gesicht

Großbaumaßnahmen: - München - Ludwig Beck am Rathauseck, wer kennt den Namen nicht. Das Traditionsunternehmen gehört zum Marienplatz wie das Glockenspiel und der Fischbrunnen. Trotz aller Tradition wird 2007 für Ludwig Beck ein Jahr der Veränderungen. Der Kaufhauskonzern plant, dem Rathauseck ein vollkommen neues Gesicht zu geben.

Die Fassade wird eine neue Farbe erhalten, die Ornamente sollen stärker betont werden und die Fenster im ersten Stock werden nicht nur von Markisen geschmückt sein, sondern weiter nach oben vergrößert werden. Das ganze Erdgeschoss wird einen halben Meter angehoben, sodass das Haus luftiger wirkt. Den Flair eines Fünf-Sterne-Hotels wünscht sich Finanzvorstand Dieter Münch für den Haupteingang des Kaufhauskonzerns.

Das passt zu den Plänen von Oliver Haller, der 2007 den Vorstand für Einkauf, Verkauf und Marketing der Ludwig Beck AG übernommen hat. Ein "Nobelkaufhaus" soll am Rathauseck entstehen wenn Ludwig Beck das nicht jetzt schon ist. Mehr Platz für die hochwertige Ware schaffen die 600 m2, die der Kaufhauskonzern am Anfang dieses Jahres zugemietet hat. Die Kellerräume sind in den Beck-Komplex eingebettet und beheimaten jetzt noch das Wirtshaus Blau-Weiße-Rose. Laut Finanzvorstand Münch ist geplant, sie ab 2008 als Lagerräume zu nutzen, sodass im fünften Stock des Kaufhauses, der jetzt als Lager dient, neue Verkaufsflächen entstehen können.

Die Ludwig Beck AG will durch diese Veränderungen ihren Erfolg von letztem Jahr fortsetzen. Der Umsatz auf vergleichbarer Fläche stieg um 1,8 Prozent und betrug am Ende des Jahres 101,3 Millionen Euro. Der Gewinn des börsennotierten Kaufhauses verdoppelte sich auf 1,4 Millionen Euro. Trotz Filialschließungen stieg die Mitarbeiterzahl 2006 leicht. Dieter Münch will seinen Mitarbeitern nächste Woche bei Verhandlungen über den Haustarif eine Zahl nennen, "die die Mitarbeiter zufrieden stellen wird". Auch 2007 bleibt Ludwig Beck seiner mitarbeiterfreundlichen Strategie treu und will die variable Entlohung weiter aufstocken. Münch ist stolz darauf, dass seine Mitarbeiter "mit dem Virus Beck infiziert" sind. Im Durchschnitt bleiben sie dem Haus zehn Jahre treu.

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