Luftfahrt: Streit um Subventionen geht weiter

- Paris/Berlin- Trotz des vorläufigen Verzichts von Airbus auf Staatskredite für das Langstreckenflugzeug A350 stehen im transatlantischen Konflikt um Luftfahrtsubventionen die Zeichen auf Sturm. Washington bekräftigte seine Entschlossenheit, die Kredithilfen über die Welthandelsorganisation (WTO) zu Fall zu bringen. "Es kann keine einseitige Abrüstung geben", entgegnete der Co-Chef des Airbus-Mutterkonzerns EADS, Noë¨l Forgeard.

EADS baue auf EU-Handelskommissar Peter Mandelson, um die Interessen der Europäer zu verteidigen. Ein Sprecher Mandelsons zeigte sich von der harten Haltung der USA überrascht. "Wir werden unseren Fall bei der WTO weiter verfolgen", sagte er in Brüssel.

Am besten wäre aber eine umfassende Einigung mit Washington über die Subventionen außerhalb der WTO. EU und USA hatten sich bei der WTO gegenseitig wegen der jeweiligen Hilfen für die Flugzeugbauer Boeing und Airbus verklagt. Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) forderte, auch die Boeing-Förderung müsse jetzt "transparent auf den Tisch gelegt und runtergefahren werden".

Boeing erhalte "signifikant mehr staatliche Hilfen" als Airbus, sagte der BDLI-Präsidialgeschäftsführer Hans-Joachim Gante.

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