Luftfahrtindustrie hofft auf neuen Schub

- Berlin - Nach zwei Krisenjahren soll die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) der Branche den erhofften neuen Schub bringen. Die Zahl von rund 1000 Ausstellern aus 40 Ländern bei der größten deutschen Luftfahrtschau (10. bis 16. Mai in Berlin) stimmt den Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) zuversichtlich. "Damit wird von der ILA in dieser Zeit am Ende der Krise der zivilen Luftfahrt ein Aufbruchsignal in die gesamte Branche gehen", prophezeit BDLI-Präsidialgeschäftsführer Hans-Joachim Gante.

Erfreulich ist nach Angaben der Veranstalter BDLI und Messe Berlin die gute Resonanz amerikanischer und russischer Aussteller. Das gilt besonders für die führenden Triebwerkshersteller. Der weltgrößte Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing ist allerdings erneut nicht dabei. Er gibt wieder der wenige Wochen später stattfindenden Air Show im englischen Farnborough den Vorzug, die für Schönefeld zur bedrohlichen Konkurrenz geworden ist. Boeing begründet seine Abstinenz nicht zuletzt damit, dass in Berlin die meisten potenziellen Kunden - sprich Airlines - ebenfalls durch Abwesenheit glänzen. Auf die setzt Boeing besondere Hoffnung.<BR><BR>Der US-Flugzeugbauer erwartet für seinen neuen Passagierjet 7E7 nach dem ersten Großauftrag der japanischen Gesellschaft ANA auch Bestellungen aus Europa. "Wir würden uns freuen, wenn deutsche Airlines zu den ersten Kunden zählen würden", sagte der Präsident von Boeing Deutschland, Horst Teltschik. Die Lufthansa und der zweitgrößte Linienflieger Air Berlin zeigten sich allerdings vorerst zurückhaltend. "Wir beschäftigen uns damit. Aber es gibt noch nicht einmal eine Vorentscheidung", sagte ein Lufthansa-Sprecher. Der "Dreamliner" für 200 bis 300 Reisende soll von 2006 an gebaut und 2008 ausgeliefert werden.<BR><BR><BR>

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