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Wachstumstreiber der Branche ist die zivile Luftfahrt - bei Militärflugzeugen sieht es schlechter aus. Foto: Kay Nietfeld/Archiv

Flugzeugbauer setzen auf weltweit wachsende Mobilität

Sechs Milliarden Menschen seien noch nie in ein Flugzeug gestiegen, sagt die deutsche Luftfahrtindustrie - und träumt von neuen Märkten. Doch sie hat auch ein Sorgenkind.

Berlin (dpa) - Weltweit steigen immer mehr Menschen in Flugzeuge und erhöhen damit auch die Umsätze der Luftfahrtindustrie in Deutschland. Der hohe Flugzeugbedarf werde in den nächsten Jahren zu weiteren Rekorden führen, kündigte der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie an.

"Eine Milliarde Menschen fliegen", sagte Verbandspräsident Bernhard Gerwert in Berlin. Das heiße auch: "Sechs Milliarden Menschen sind noch nicht geflogen. Das zeigt das Wachstumspotenzial der Branche." Die großen Hersteller gingen davon aus, dass in den nächsten zwei Jahrzehnten etwa 30 000 Großraumflugzeuge gebraucht werden.

Wegen sinkender Umsätze mit Militärflugzeugen ließ das Wachstum der erfolgsverwöhnten Branche im vergangenen Jahr etwas nach. Mit einem Plus von 4,9 Prozent wurde mit 32,1 Milliarden Euro aber wieder ein Rekordwert erreicht. "Für uns war das wiederum ein erfolgreiches Jahr", berichtete Gerwert.

70 Prozent das Branchenumsatzes entfallen auf zivile Luftfahrt, im Wesentlichen auf den europäischen Flugzeugbauer Airbus und seine Zulieferer. Der Militärsektor liegt noch bei einem Umsatzanteil von 21 Prozent. Ein Umsatzrückgang von 2,7 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro macht ihn zum "Sorgenkind" der Branche, wie Gerwert es formulierte. Er hofft auf die angekündigte Luftfahrtstrategie des Bundes und das geplante deutsch-französisch-italienische Drohnenprojekt.

Das jahrelange Beschäftigungswachstum der Branche kam im vergangenen Jahr zum Erliegen. Seit 2005 war die Mitarbeiterzahl von rund 82 000 auf mehr als 105 000 gestiegen, 2014 lag der Zuwachs aber nur noch bei 0,2 Prozent. Eine konkrete Umsatzprognose für das laufende Jahr machte der Verband nicht.

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