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Die Lufthansa schließt den Kauf des Modells Boeing 737 Max nicht aus.

Nach Abstürzen in Indonesien und Äthiopien

Zwei Abstürze in kürzester Zeit: Lufthansa erwägt Kauf von Boeing 737 Max

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Die Abstürze zweier Flugzeuge des Modells Boeing 737 Max der indonesischen Lion Air und der Ethiopian Airlines machten weltweit Schlagzeilen. Trotzdem überlegt Lufthansa weiterhin den Kauf des umstrittenen Modells.

Köln - Nach den Abstürzen zweier Flugzeuge des Modells Boeing 737 Max 8 innerhalb weniger Monate ist der US-Flugzeughersteller stark in die Kritik geraten. Zahlreiche Länder sperrten nach den Abstürzen mit insgesamt 346 Toten ihren Luftraum für Maschinen des betroffenen Typs.

Bei beiden Unglücksmaschinen hatte die Crew offenbar Probleme, den plötzlichen Sinkflug mit der Flugzeugnase voraus zu stoppen. Sogar Boeing selbst empfahl, die rund 370 ausgelieferten Maschinen des Typs vorerst nicht abheben zu lassen. Am Dienstag gab es erneut Probleme mit einer Boeing 737 MAX 8 - bei der Überführung zu einem Lagerareal musste das Flugzeug, das nur Crew-Mitglieder an Board hatte, wegen Triebwerksproblemen notlanden. Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa sieht offenbar trotzdem keinen Grund dafür, den Kauf des Boeing-Modells 737 Max auszuschließen.

Lufthansa-Chef Spohr vertraut Boeing noch immer - und schließt Kauf von Boeing 737 Max nicht aus

Wie der Spiegel berichtet, will Lufthansa im kommenden Jahr über den Kauf einer dreistelligen Anzahl von Kurzstreckenfliegern entscheiden. Auch das nach den Abstürzen in Indonesien und Äthiopien gesperrte Boeing-Modell 737 Max ziehe Lufthansa in Betracht. Dem Bericht zufolge sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr: „Wir haben unser Vertrauen in Boeing nicht verloren.“ Er zeigte sich zuversichtlich, dass Boeing das derzeitige Problem bewältigen werde. Auch Ethiopian Airlines hatte Boeing trotz des Absturzes einer 737 MAX 8 der Fluggesellschaft Vertrauen ausgesprochen.

Lufthansa-Chef Spohr rechnet mit einer gründlichen Aufklärung und erwartet, dass die Behörden Boeing-Flugzeuge in Zukunft genauer kontrollieren werden: „Ich glaube, dieses Land wird nicht ruhen, bis man herausgefunden hat, was wirklich passiert ist und was verbessert werden muss“, sagte er demnach. Neben der Boeing 737 Max stehen bei den Kurzstreckenfliegern, die als Ersatz für zukünftig ausgemusterte A319 und Bombardier CRJ dienen sollen, der Airbus A320neo, der A220 und ein Embraer-Modell in der engeren Auswahl. 

Auch in einem anderen Boeing-Flieger erlebten Ägypten-Urlauber kürzlich einen unangenehmen Vorfall über den Wolken.

sp

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