Lufthansa droht mit Stellenabbau

- Frankfurt - Die Lufthansa fordert im Streit mit den Arbeitnehmervertretern einem Pressebericht zufolge bis zu 40 Prozent an Einsparungen bei den Personalkosten. Das Management drohe andernfalls mit einem Stellenabbau, berichtete die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf ein Schreiben des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Wolf Liebetrau. Lufthansa habe die Schließung eines Topkunden-Servicecenters in Kassel mit 350 Mitarbeitern angekündigt, falls nicht 40 Prozent an Personalkosten eingespart werden könnten, schrieb die Zeitung.

<P>Die Lufthansa bestätigte die laufenden Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern. "Wir wollen dabei mehr Flexibilität, mehr Produktivität und eine Personalkostensenkung erreichen", sagte eine Sprecherin. "Über konkrete Inhalte äußern wir uns nicht." Die in den Medien genannten Zahlen seien reine Spekulation, die die Lufthansa nicht kommentiere. Ein Enddatum für die Gespräche gebe es nicht. </P><P>Branchenkenner erwarten, dass Konzernchef Wolfgang Mayrhuber morgen auf der Lufthansa-Hauptversammlung zu den Sparplänen Stellung nehmen wird.<BR><BR>Die Betriebsräte rechnen laut "Financial Times Deutschland" damit, dass insbesondere die 12 000 Bodenmitarbeiter an anderen deutschen Standorten ähnlich unter Druck gesetzt werden sollen. Die Gewerkschaft zeige sich mit den Kürzungsplänen nicht einverstanden, weil es dem Konzern mittlerweile besser gehe. "Wir sind immer bereit gewesen, einen Sanierungsbeitrag zu leisten. Aber nun ist die Lufthansa im Aufwind. Dieses Spannungsverhältnis wird wahrgenommen", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolf Liebetrau.<BR></P>

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