Mehrere Flugzeuge am Flughafen Frankfurt. Im Vordergrund das Heck einer Lufthansa-Maschine, während im Hintergrund eine Lufthansa-Maschine startet.
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Ein Lufthansa-Pilot warf eine Familie aus dem Flugzeug - weil ihr Zweijähriger keine Maske tragen wollte.

Corona-Regeln

Lufthansa: Zweijähriger möchte keine Maske tragen - Dann wird er samt Eltern aus dem Flugzeug geworfen

  • Patricia Huber
    VonPatricia Huber
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Weil der zweijährige Sohn sich weigerte, eine Maske zu tragen, wurde eine Familie am Flughafen Frankfurt aus einer Lufthansa-Maschine geworfen.

Frankfurt - Eine kleine Familie wollte nach ihrem Urlaub in Bosnien zurück nach Dallas fliegen. Doch aufgrund strenger Maskenregelungen wurde die Rückreise zum Stresstest. Aleksandar Pandurevic und seine Frau Slavica reisten im Juli mit ihrem Sohn Yakob nach Bosnien. Im September sollte es dann mit einem Flug über Frankfurt zurückgehen in ihre Wahlheimat Dallas.

Als sie am Rhein-Main-Flughafen dann in der Lufthansa*-Maschine sitzen, folgt der große Schock. Die Familie muss das Flugzeug wieder verlassen. Das berichtet die Bild.

Lufthansa wirft Familie am Frankfurter Flughafen aus dem Flugzeug

Grund dafür sei, dass der Zweijährige Yakob sich weigert, seine Maske aufzusetzen. Papa Aleksandar erzählt gegenüber Bild: „Ein Steward hat uns nach vorne zum Piloten begleitet. Der hat versucht, meinen Sohn Yakob von dem Mundschutz zu überzeugen. Aber es klappte nicht. Daraufhin hat uns ein uniformierter Mann aus dem Flugzeug hinausbegleitet. Ich war schockiert, wie von einer Kugel getroffen.“

Auf Bild-Nachfrage erklärt Lufthansa, dass die Vorschriften der US-amerikanischen Transportsicherheitsbehörde (TSA) von Passagieren ab zwei Jahren das Tragen eines Mundschutzes verlangen. Und zwar während der gesamten Flugdauer.

Ein Lufthansa-Sprecher erklärte, dass sich die Familie auf dem besagten Flug bereits beim Boarding geweigert habe, ihrem Kind eine Maske aufzusetzen. „Der Kapitän entschied sich anschließend, den gesetzlichen Vorgaben folgend, für die Nichtbeförderung der Familie“, so Waber weiter.

Augenzeuge aus der Lufthansa-Maschine berichtet Widersprüchliches

Ein junger Mann aus Hamburg, der ebenfalls im Flugzeug war und zwei Reihen vor der Familie saß, berichtet jedoch etwas Gegensätzliches. „Die Eltern haben sanft versucht, dem Kind eine Maske aufzusetzen. Aber der Kleine hat sich gewehrt und geweint. Aus meiner Sicht gab es nichts, was die Eltern noch tun konnten“, sagt er der Zeitung.

Er selbst habe auch eine fünfjährige Tochter und ihm wurde zuvor bei der Lufthansa-Hotline erklärt, dass es keine Probleme geben würde, sollte die Fünfjährige die Maske verweigern.

Diese Erfahrung konnte Familie Pandurevic nicht machen. Sie musste vier Stunden am Frankfurter Flughafen warten und schließlich umbuchen. Somit dauerte die Reise statt der geplanten zwölf Stunden ganze 36 Stunden. (ph) *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

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