Neue Kabinen-Ansage

„Uns ist es wichtig“: Lufthansa schafft traditionelle Begrüßungsformel ab

  • Markus Hofstetter
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An Bord der Lufthansa gibt es keine „Damen und Herren“ mehr. Das Personal der Fluglinie wird zukünftig geschlechtsneutrale Formulierungen verwenden.

Frankfurt/Main - Die Lufthansa schafft ihre traditionelle Begrüßungsformel ab. „Sehr geehrte Damen und Herren, herzlich willkommen an Bord“ wird es in den Flugzeugen der Fluglinien künftig nicht mehr geben. Auch die englische Version „Ladies and Gentlemen“ wird nicht mehr zu hören sein.

Grund dafür ist, dass die Lufthansa ihre Fluggäste gendergerecht ansprechen will. Das bestätigte das Unternehmen der dpa. Diese Regelung gilt für alle Airlines des Konzerns, also auch für die Austrian, Swiss, Eurowings und Brussels Airlines.

„Uns ist es wichtig, dass wir in unserer Ansprache alle berücksichtigen“, sagte ein Lufthansa-Sprecher der Bild, die zuerst über die Änderung berichtete. Als Alternativen nannte er unterschiedliche Formulierungen wie „Guten Tag“, „Guten Abend“ oder auch einfach „Herzlich willkommen an Bord“. Die Entscheidung läge jeweils beim Chef oder der Chefin der Kabine.

Flugbegleiter der Lufthansa sprechen in Zukunft ihre Gäste gendergerecht an (Archivfoto)

Lufthansa verzichtet auf traditionelle Begrüßungsformel: Air Canada und Delta Air Lines haben es vorgemacht

Die Lufthansa ist auch nicht die erste Fluglinie, die eine gendergerechte Sprache an Bord einführt. Air Canada und Delta Air Lines haben ihre Kommunikation bereits umgestaltet. Air Canada begrüßt seit 2019 schon keine „Ladies and Gentlemen“ oder „Mesdames et Messieurs“ mehr an Bord, stattdessen gibt es ein „Everybody“ oder „Tout le monde“. Delta Air Lines folgte 2020.

Zuletzt hatten immer mehr Unternehmen ihre Kommunikation gendergerecht überarbeitet. So legte etwa Audi* einen Leitfaden für eine geschlechter-bewusstere Sprache vor, was allerdings zu einem heftigen Schlagabtausch führte.

Rubriklistenbild: © Markus Mainka via www.imago-images.de

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