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Allein in diesem Jahr werden vier Super-Jumbos abheben.

Lufthansa: Neuer Super-Jumbo hebt ab

Hamburg/Frankfurt - Die Lufthansa geht mit einem neuen Flieger an den Start. Der Super-Airbus A380 soll "eine neue Ära des Fliegens" einleiten.

Hamburg/Frankfurt - Mehr als 520 Plätze auf zwei Decks, ein maximales Startgewicht von 569 Tonnen bei einer Spannweite von fast 80 Metern: Die Lufthansa hat am Mittwoch ihren ersten Airbus A380 übernommen. Das größte und modernste Verkehrsflugzeug der Welt wird ab dem 11. Juni auf der Strecke zwischen Frankfurt und Tokio eingesetzt. Die Lufthansa ist die weltweit fünfte Fluggesellschaft, die eine A380 in Dienst stellt.

Drei weitere Super-Jets in diesem Jahr

Noch in diesem Jahr sollen drei weitere Super-Jumbos folgen. Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber betonte bei der Übergabezeremonie im Hamburger Airbus-Werk: “Mit einem spezifischen Treibstoffverbrauch von drei Litern pro Passagier pro 100 Kilometer und durch die leisen Trent-900-Triebwerke von Rolls-Royce mit sehr geringen Lärmemissionen setzt die A380 neue Maßstäbe auch in punkto Umweltfreundlichkeit.“

Auch Airbus-Chef Tom Enders erklärte, das neue Lufthansa-Flaggschiff erzeuge bei Start und Landung “nur halb so viel Lärm wie das bisher größte eingesetzte Verkehrsflugzeug“, die Boeing 747. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bezeichnete die A380 dagegen als “lauten Spritfresser“. “Der künftige Linienverkehr des A380 wird die Lärmbelastung im Umfeld des Frankfurter Flughafens erhöhen“, erklärte der BUND Hessen. Der Superjumbo werde “die Menschen nachts aus dem Schlaf reißen und tags in ihrem Lebensumfeld belasten“.

Ruhe für acht First-Class-Passagiere

Die erste A380 der Lufthansa sollte am Nachmittag zum wichtigsten Drehkreuz der Airline nach Frankfurt geflogen und am Abend auf den Namen “Frankfurt am Main“ getauft werden. Die größte deutsche Fluggesellschaft hat für das spektakuläre Flugzeug eine neue First Class entwickelt, die mit modernem Kabinendesign, schallisolierenden Trennwänden, einer speziellen Außenhautdämmmung und einem Teppichboden mit Trittschallschutz die leiseste First Class der Welt sein soll. Acht Passagiere finden in der ersten Klasse auf dem Oberdeck Platz, dahinter können 98 Business-Class-Kunden untergebracht werden.

Im Unterdeck sitzen 420 Economy-Class-Passagiere, die sich laut Lufthansa immerhin noch über deutlich mehr Beinfreiheit freuen können. Auf dem Frankfurter Flughafen müssen sich die Passagiere mit teuren und preiswerteren Tickets nicht mehr in die Quere kommen: Das Ein- und Aussteigen kann über zwei Ebenen erfolgen. Bevor die Lufthansa die A380 mit einem Flug nach Tokio in den Liniendienst stellt, bringt der Jet am 6. Juni die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft nach Südafrika, danach fliegt die “Frankfurt am Main“ zur Internationalen Luftfahrtausstellung nach Berlin.

Die Lufthansa hat insgesamt 15 A380 bestellt; in diesem Jahr werden vier Maschinen ausgeliefert. Neben Tokio will die Kranichlinie mit dem Flaggschiff Peking und Johannesburg ansteuern. Airbus hat bislang 202 Super-Jumbos verkauft und 27 Maschinen an Singapore Airlines, Emirates, Qantas und Air France ausgeliefert. Für dieses Jahr rechnet der europäische Flugzeugbauer mit weiteren 20 Bestellungen. Die A380 war lange das Sorgenkind für Airbus: Erhebliche Produktionsprobleme führten zu einer fast zweijährigen Verzögerung des Erstflugs, noch immer läuft die Produktion schleppend. In diesem Jahr sollen zwei Maschinen pro Monat hergestellt werden.

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