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6,7 Milliarden Miese: Lufthansa mit Rekordverlust wegen Corona – Hoffnung auf raschere Erholung schwindet 

  • Thomas Schmidtutz
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Die Corona-Pandemie setzt der Lufthansa schwer zu. Für 2020 muss die Airline einen horrenden Verlust ausweisen. Schnelle Besserung ist kaum in Sicht.

München – Die Corona-Pandemie hat der Lufthansa im vergangenen Jahr einen Rekordverlust eingebrockt. Unter dem Strich weist die Airline für 2020 einen Verlust von 6,7 Milliarden Euro aus nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden ein Jahr zuvor. Das teilte die Airline am Donnerstag mit.

Angesichts der anhaltenden Reisebeschränkungen zeigte sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr auch für das laufende Jahr vorsichtiger als bislang. Das Flugangebot werde 2021 voraussichtlich lediglich 40 bis 50 Prozent des Niveaus aus dem Vorkrisenjahr 2019 erreichen, erklärte Spohr am Donnerstag. Bisher hatte er bis zu 60 Prozent für möglich gehalten.

Im vergangenen Jahr brach der Umsatz bei dem vom Bund gestützten Konzern wegen der Corona-Pandemie um zwei Drittel auf 13,6 Milliarden Euro ein. Die Dividende fällt erneut aus. Für das laufende Jahr geht Spohr davon aus, dass der Verlust geringer ausfällt und die Lufthansa trotz des weiterhin schwierigen Umfelds die gewährten Staatshilfen von insgesamt 9 Milliarden Euro nicht ganz in Anspruch nehmen muss.

„Ab dem Sommer rechnen wir wieder mit einer stärkeren Nachfrage, sobald durch eine weitere Verbreitung von Tests und Impfstoffen die restriktiven Reisebeschränkungen zurückgehen“, sagte Spohr. Die Lufthansa könne ihr Flugangebot kurzfristig auf bis zu 70 Prozent des Vorkrisenniveaus hochfahren.

Rubriklistenbild: © Soeren Stache

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