Lufthansa schafft Flug aus Verlustzone

- Berlin - Die Lufthansa ist nach einem schwachen Start im vergangenen Jahr doch noch aus der Verlustzone herausgeflogen. "Die Lufthansa hat 2003 nach Anfangsverlusten operativ den Break even geschafft", sagte der Vorstandschef der größten deutschen Fluglinie, Wolfgang Mayrhuber, in Berlin. Konkrete Zahlen zum Erreichen der Gewinnschwelle nannte er nicht. Die genaue Bilanz für das abgelaufene Jahr will die Lufthansa erst Ende März vorlegen.

<P>In den vergangenen Monaten hatten dem Konzern neben der allgemeinen Wirtschaftsflaute auch der Irak-Krieg und die Lungenkrankheit Sars erheblich zu schaffen gemacht. Im ersten Quartal lag das operative Ergebnis mit 415 Millionen Euro im Minus. Bis Ende September konnte der Fehlbetrag dann auf 150 Millionen Euro reduziert werden. In der Branche gab es erhebliche Zweifel, ob dies innerhalb des letzten Vierteljahres noch aufgeholt werden kann.</P><P>Aus dem deutlich gestiegenen Euro-Kurs im Vergleich zum Dollar erwartet Mayrhuber für die nächste Zeit keine Belastungen. "Kurzfristig hat das keinen wesentlichen Einfluss", sagte der Vorstandschef. Die Lufthansa habe selbst hohe Ausgaben in Dollar, so dass die niedrigeren Einnahmen weitgehend ausgeglichen werden könnten. "Diese Währung macht uns kein Kopfzerbrechen." Anders sei die Belastung durch den schwachen Yen, die nicht so einfach ausgeglichen werden könnte.</P><P>Die deutsche Hauptstadt Berlin muss weiterhin auf eine direkte Flugverbindung in die USA warten. Derzeit gebe es keine konkreten Pläne für Transatlantik-Linienflüge von einem der Berliner Flughäfen, sagte Mayrhuber auf einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin. Er begründete dies mit einer zu geringen Nachfrage. "Was den internationalen Verkehr angeht, braucht es noch ein Stück Geduld."</P><P>Aus Berlin gibt es bereits seit mehr als zwei Jahren keine Linienflüge mehr in die USA. Im September 2001 - kurz nach den Terroranschlägen - hatte die Lufthansa ein sechs Monate dauerndes Experiment auf der Strecke Berlin-Washington wieder beendet.</P>

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