Lufthansa schafft Freiflüge für Aufsichtsrat ab

Frankfurt/Main - Die Lufthansa schafft nach der Diskussion um eine Reise von ver.di-Chef Frank Bsirske Freiflüge für ihre Aufsichtsratsmitglieder ab.

Bei der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch sei einstimmig beschlossen worden, auf Freiflüge künftig zu verzichten, sagte Lufthansa-Sprecher Boris Ogursky am Donnerstag der dpa und bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ"/Freitagausgabe).

Auf Anregung des Gremiumsvorsitzenden Jürgen Weber habe sich der Aufsichtsrat entschieden, eine Satzungsänderung auf den Weg zu bringen. Sie solle mit der nächsten Hauptversammlung im April 2009 beschlossen werden. Bis dahin gelte die freiwillige Regelung, nach der die Aufsichtsräte der Fluggesellschaft fortan auf Freiflüge verzichten wollen. "Die Regelung wird abgeschafft. Sie ist nicht mehr zeitgemäß", sagte Ogursky.

Auslöser war laut "FAZ" vor allem der Freiflug des stellvertretenden Lufthansa-Aufsichtsratschefs und Vorsitzenden der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Bsirske. Er war Anfang August mitten in der durch Streiks bei der Lufthansa begleiteten Tarifrunde erster Klasse in den Urlaub geflogen. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats standen bisher Freiflüge zu, die sie aber versteuern mussten.

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