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Die Lufthansa streicht 270 Stellen in der Konzernverwaltung.

Lufthansa streicht 270 Stellen

Frankfurt/Main - Die Lufthansa will in den nächsten drei Jahren etwa 270 der gut 1.800 Stellen in der zentralen Konzernverwaltung streichen.

Ein Sprecherin sagte am Montag in Frankfurt am Main, die Maßnahme gehöre zu den Bemühungen des Konzerns, auf die veränderte Wirtschaftslage und die gesunkenen Passagier- und Frachtzahlen zu reagieren. Betriebsbedingte Kündigungen solle es nicht geben. Die Lufthansa hatte Mitte Juli ein Sparprogramm mit der Bezeichnung “Climb 2011“ vorgelegt. Zu den bisher bekannten Maßnahmen gehört die Streichung von etwa 400 Stellen, entsprechend 20 Prozent, in der Verwaltung der Passagiersparte, Lufthansa Passage.

Dazu kommt in den Jahren 2010 bis 2012 der Wegfall von jährlich 5 Prozent der Jobs in der übergreifenden Konzernverwaltung, wie die Sprecherin erläuterte. Außerdem sollten die Sachkosten um 7 Prozent im Jahr gesenkt werden. Das “Handelsblatt“ berichtete, die Lufthansa leide wie die gesamte Branche unter der Wirtschaftskrise. Vor allem fehlten ihr die für den Ertrag wichtigen Geschäftskunden. Sie flögen inzwischen aus Spargründen statt in der Business- in der Economy-Klasse oder gar mit Billig-Fluglinien. Experten fürchteten mittlerweile, dass diese Kunden dauerhaft wegbleiben könnten, weil die Unternehmen ihre gesamte Reisepolitik umstellten, schrieb das Blatt.

Kosten sollen um eine Milliarde Euro sinken

Die Lufthansa hatte im Juli angekündigt, sie wolle die Kosten im Passagierbereich jährlich um eine Milliarde Euro senken. Dazu würden unterschiedliche Maßnahmen geprüft und umgesetzt, sagte die Sprecherin. Dazu gehöre zum Beispiel auch die Entscheidung, aus dem Regionalsegment der Flugzeuge mit 50 bis 70 Sitzplätzen früher als geplant auszusteigen. Der Konzern hatte in der vergangenen Woche angekündigt, die zu Jahresanfang noch etwa 45 Flugzeuge dieser Größe bei der Lufthansa Cityline und bei der Tochter Eurowings ausmustern zu wollen.

AP

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