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Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa könnte es eine Lösung geben. Foto: Boris Roessler

Lufthansa-Tarifkonflikt: Hoffnung auf Lösung

Es sieht so gut aus wie lange nicht in dem seit mehr als einem Jahr dauernden Tarifstreit bei der Lufthansa. Konzern und Pilotengewerkschaft VC gehen aufeinander zu. Kommt das Unternehmen nun zur Ruhe?

Frankfurt/Main (dpa) - Im bisher härtesten Tarifkonflikt der Unternehmensgeschichte steuern die Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) auf eine Lösung zu. Die VC zeigte sich zu der vom Konzern angebotenen Gesamtschlichtung bereit.

"Nun muss zügig ein Schlichter gefunden werden, mit dem die Details und Inhalte der Schlichtung abgestimmt werden", betonte VC-Sprecher Markus Wahl. Bis Ende Juli sollten mit Lufthansa Möglichkeiten zur Lösung der verschiedenen Konflikte ausgelotet werden. Vom Beginn der Schlichtung bis Ende Juli verzichte die VC auf Streiks.

Lufthansa begrüßte die Entscheidung. Man werde zeitnah auf die Gewerkschaft zugehen, um Details wie den genauen Zeitplan zu besprechen, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte der VC die Gesamtschlichtung auf der Hauptversammlung Ende April angeboten. Seit April 2014 hatte es zwölf Streikrunden gegeben, die den Konzern nach eigenen Angaben mehr als 300 Millionen Euro gekostet haben.

Dem Unternehmen zufolge sind mit der VC sechs Tarifverträge offen, unter anderem zum Gehalt, zur Übergangsversorgung und zu den Betriebsrenten der rund 5400 Piloten der Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings. Lediglich die Verträge zu den kaum noch finanzierbaren Rentenzusagen waren von der Lufthansa gekündigt worden. Hintergrund ist auch die umstrittene Einführung der neuen Billig-Plattform Eurowings, die von der VC kritisiert wird, aber als Unternehmensentscheidung nicht Gegenstand von Tarifverhandlungen sein kann.

VC-Mitteilung

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