Lufthansa übernimmt Schweizer Tochter Swiss zum 1. Juli komplett

Frankfurt: - Frankfurt/Main - Die Lufthansa übernimmt ihre Schweizer Tochter Swiss zum 1. Juli dieses Jahres komplett. Dann halte sie über die Schweizer Gesellschaft AirTrust AG 100 Prozent des Aktienkapitals der Schweizer Airline, teilte die größte deutsche Fluggesellschaft in Frankfurt mit.

Die Lufthansa war im Mai 2005 bei der Swiss eingestiegen und hält derzeit 49 Prozent der Anteile. Voraussetzung für die komplette Übernahme in den Lufthansa-Konzern war die Übertragung der internationalen Swiss-Verkehrsrechte auf die deutsche Fluggesellschaft gewesen.

"Das Geschäftsmodell der Swiss ist ein voller Erfolg, die Airline befindet sich weiter im Steigflug und ist sehr gut unterwegs", begründete Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber den Schritt. Die Swiss werde eine eigenständige Fluggesellschaft mit Geschäftsleitung und Sitz in der Schweiz sowie mit eigener Crew und Flotte bleiben. "Swiss bleibt Swiss - auch mit Lufthansa", betonte Mayrhuber.

Die Swiss-Flotte werde gestärkt, kündigte die Lufthansa an. Außer den bereits angekündigten fünf zusätzlichen Langstreckenjets würden im Jahr 2008 drei weitere Flugzeuge vom Typ A340-300 in die Flotte aufgenommen und zwei A330-200 ersetzt. Derzeit setzt die Swiss 73 Flugzeuge ein. Im vergangenen Jahr beförderte die Schweizer Fluggesellschaft 10,5 Millionen Passagiere, bei der Lufthansa waren es 53,4 Millionen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Winterkorn bestreitet frühzeitige Kenntnis von Abgasskandal
Berlin - Vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags bestreitet Martin Winterkorn, frühzeitig von der Manipulation gewusst zu haben. Er zeigte sich erschüttert von dem …
Winterkorn bestreitet frühzeitige Kenntnis von Abgasskandal
Banken in London erwägen Verlagerung von Jobs
Wenn Großbritannien die EU verlässt, welche Geschäfte werden Banken dann noch von London aus machen können? Mehrere Geldhäuser sorgen sich deswegen - und spielen mit dem …
Banken in London erwägen Verlagerung von Jobs
KiK will bald auch die USA erobern
Während andere Modehändler ums Überleben kämpfen, setzt der Billiganbieter KiK auf Wachstum. In den nächsten Jahren sollen über 1000 Filialen eröffnet werden. Vor allem …
KiK will bald auch die USA erobern
Offshore-Windenergie fühlt sich durch Politik ausgebremst
In Nord- und Ostsee entstehen immer mehr Windparks. Die Branche klagt aber, durch die reduzierten Ausbauziele und die Reform der Ökostrom-Förderung ausgebremst zu werden.
Offshore-Windenergie fühlt sich durch Politik ausgebremst

Kommentare