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Eine Passagiermaschine vom Typ Boeing 747 der Lufthansa startet auf dem Flughafen von Frankfurt am Main (Archivfoto vom 07.05.2008).

Lufthansa verdient trotz Finanzkrise kräftig - Hohe Risiken

Frankfurt/Main - Die Deutsche Lufthansa hat trotz der Krise in der Weltwirtschaft im vierten Quartal 2008 kräftig verdient und ihre bisherige Prognose deutlich übertroffen.

Angesichts des schwierigen Marktumfeldes und der anhaltenden Nachfrageschwäche seien die Aussichten aber mit höheren als den sonst üblichen Risiken behaftet, teilte die größte deutsche Fluggesellschaft am Dienstag in Frankfurt mit.

Nach der vorgelegten Hochrechnung dürfte der operative Gewinn im Gesamtjahr bei 1,3 Milliarden Euro gelegen haben. Das sind rund 200 Millionen Euro mehr als bisher erwartet. Für die ersten drei Quartale des Jahres 2008 hatte das Unternehmen bereits ein operatives Ergebnis von 984 Millionen Euro ausgewiesen, so dass im vierten Quartal allein ein operativer Gewinn von rund 300 Millionen Euro erwirtschaftet wurde. Die Aktie der Lufthansa legte bis zum Nachmittag um mehr als sechs Prozent auf 9,96 Euro zu und setzte sich damit an die Spitze der DAX-Unternehmen.

Wesentliche Ursache für das bessere Abschneiden im Gesamtjahr sei die gute Ergebnisentwicklung im vierten Quartal, erläuterte das Unternehmen. Es habe zwar Ausfälle durch eine spürbar nachlassende Nachfrage gegeben. Zugleich hätten sich aber die fallenden Treibstoffpreise sowie Bewertungseffekte positiv ausgewirkt. Dazu dürften auch Wechselkursveränderungen zählen.

Im vergangenen Jahr hatte die Lufthansa trotz einer zuletzt sinkenden Nachfrage einen Passagierrekord erzielt. Rund 57 Millionen Menschen hatten nach Angaben aus dem Januar das Angebot genutzt, das waren 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Dezember war die Zahl der Gäste aber im Jahresvergleich um 3,7 Prozent gesunken. Noch stärker war der Einbruch im Frachtgeschäft. Bei Lufthansa Cargo wurde Kurzarbeit für 2600 Beschäftigte in Deutschland beantragt.

Den kompletten Geschäftsbericht will das Unternehmen am 11. März veröffentlichen.

dpa

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