+
Die von der Lufthansa uebernommene österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines erklärte im September, es sollten bis zu 500 Stellen mehr entfallen als zunächst geplant. Lufthansa will jetzt auch die AUA-Aktionäre loswerden.

Lufthansa will Aktionäre von Austria-Airlines loswerden

Frankfurt/Main - Lufthansa will Aktionäre von AUA mit einer Zwangsabfindung von 0,50 Euro je Anteilsschein aus der österreichischen Airline, an der sie 95,4 Prozent hält, drängen.

Die Lufthansa will die Altaktionäre der übernommenen Austrian Airlines mit einer Zwangsabfindung von 0,50 Euro je Anteilsschein aus dem Unternehmen drängen. Das teilte der europäische Branchenprimus am Freitag mit. Die Lufthansa hält 95,4 Prozent an der österreichischen Airline und hatte in der Vergangenheit bereits einen Squeeze-out angekündigt.

Der AUA-Aufsichtsrat muss die Angemessenheit der Abfindung noch prüfen. Eine außerordentliche Hauptversammlung, die über den Ausschluss der Minderheitsaktionäre entscheidet, soll voraussichtlich Mitte Dezember stattfinden.

Mit der AUA-Übernahme war die Lufthansa zur größten europäischen Fluggesellschaft aufgestiegen. Sie zahlte für das defizitäre Unternehmen 166 Millionen Euro an die freien Aktionäre und der Staatsholding ÖIAG einen symbolischen Preis für deren 42-Prozent-Anteil. Die EU-Kommission hatte den Zusammenschluss nach dem Zugeständnis der Lufthansa genehmigt, auf fünf Strecken den Einstieg von Konkurrenten zu ermöglichen.

AP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Folgen eines Rückruf-Desasters: Takata meldet Insolvenz an
Dramatischer Sturz eines japanischen Traditionskonzerns: Nach Millionen Rückrufen meldet der Airbag-Hersteller Takata Insolvenz an. Rettung soll aus China und den USA …
Folgen eines Rückruf-Desasters: Takata meldet Insolvenz an
Neuer Prozess um Kündigungsklausel einer Bausparkasse
Das klassische Geschäftsmodell der Bausparkassen funktioniert wegen der extrem niedrigen Zinsen nicht mehr. Darf die Badenia Kündigungsklauseln verwenden, mit denen sie …
Neuer Prozess um Kündigungsklausel einer Bausparkasse
Italien stellt weitere Milliarden für Pleite-Banken bereit
Milliarden hat der italienische Staat bereits in marode Geldhäuser gesteckt. Die Europäische Zentralbank hat nun genug - und trifft eine wichtige Entscheidung. Ein Plan …
Italien stellt weitere Milliarden für Pleite-Banken bereit
Autozulieferer Takata meldet Insolvenz an
Es ist eine der größten Insolvenzen der japanischen Wirtschaftsgeschichte. Nach einer Skandalserie um defekte Airbags zieht der 84 Jahre alte Konzern Takata die …
Autozulieferer Takata meldet Insolvenz an

Kommentare