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Drohen neue Streiks bei der Lufthansa? Das Schlichtungsverfahren zwischen der Lufthansa und ihren Konzernpiloten dauert an. Foto: Sven Hoppe/Archiv

Kompromiss bis 10. Februar

Schlichtung bei der Lufthansa zunächst ohne Ergebnis

Frankfurt/Main - Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit haben sich zunächst nicht auf eine neue Gehaltsstruktur für 5400 Piloten geeinigt. Jetzt hat der Schlichter das Wort.

Im Schlichtungsverfahren zwischen der Lufthansa und ihren Konzernpiloten gibt es zunächst keine einvernehmliche Lösung.

Nach Angaben der Gewerkschaft  Vereinigung Cockpit (VC) wurden die Gespräche in Frankfurt planmäßig beendet, ohne dass es zu einer Einigung gekommen wäre. Nun hat der Schlichter Gunter Pleuger bis zum 10. Februar Zeit, einen Kompromissvorschlag zu erarbeiten, der beiden Seiten noch einmal vorgelegt wird.

Zu Inhalten und dem Verlauf der Gespräche wollten sich beide Seiten nicht äußern. Die Schlichtung unter Vorsitz des Ex-Diplomaten Pleuger hatte Mitte Januar nach mittlerweile 14 Piloten-Streiks begonnen. Es geht ausschließlich um Gehaltsfragen für rund 5400 Lufthansa-Piloten. Andere Tarifthemen wurden ausgeklammert und könnten im weiteren Verlauf des Tarifkonflikts zu erneuten Streiks führen.

Lufthansa hat den Piloten über einen mehrjährigen Tarifzeitraum eine Einmalzahlung und 4,4 Prozent mehr Geld angeboten. Die VC hatte in fünf Jahresschritten über 20 Prozent verlangt.

Kurz vor Ende des Schlichtungsverfahrens hatte Lufthansa die Piloten vor einem zu hohen Abschluss gewarnt. Zusätzliche Millionenkosten könnten dazu führen, dass Investitionen für neue Flugzeuge in andere Teilgesellschaften des Konzerns gelenkt würden, hatte Vorstandsmitglied Harry Hohmeister gesagt. Die VC sah in den Äußerungen einen Einschüchterungsversuch gegen den Schlichter.

Der umstrittene Konzerntarifvertrag (KTV) sieht vor, dass Flugzeuge der Marke Lufthansa nahezu ausschließlich von Piloten geflogen werden dürfen, die nach dem KTV beschäftigt werden. Lufthansa sucht daher nach Wegen, Flugzeuge mit billigeren Piloten betreiben zu können.

dpa

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