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Da immer mehr Menschen geschäftlich oder in Urlaub fliegen, wächst der weltweite Luftverkehr. Das bringt wichtige Flughäfen wie in Frankfurt oder Berlin inzwischen an die Kapazitätsgrenze. Foto: Silas Stein

Bald 3,5 Millionen Flüge

Luftverkehr in Deutschland wächst immer schneller

Frankfurt/Langen (dpa) - Am Himmel über Deutschland waren 2018 so viele Flugzeuge unterwegs wie nie zuvor.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) registrierte gut 3,34 Millionen kommerzielle Flüge im Luftraum über der Bundesrepublik, wie die Behörde in Langen bei Frankfurt mitteilte.

Dies sei ein Anstieg von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereits seit fünf Jahren übertreffe die jeweilige Wachstumsrate jene des Vorjahres.

Im Jahr 2017 hatte die DFS noch eine Wachstumsrate von 3,3 Prozent verzeichnet und 2016 von 2,6 Prozent. Nachdem 2015 erstmals die Marke von drei Millionen kommerziellen Flügen geknackt worden sei, steuere der Luftverkehr über Deutschland nun auf 3,5 Millionen Flüge zu.

Allein 2018 seien über 130.000 Flüge mehr gezählt worden als 2017, erklärte die DFS, die für die Überwachung des Luftraums zuständig ist. Das entspreche dem Verkehrsvolumen am Flughafen Stuttgart.

Auch bei den Überflügen aus anderen Ländern zeigt der Trend nach oben. Ihre Anzahl wuchs um 4,6 Prozent. Ebenso legten die Starts und Landungen an den 16 internationalen Flughäfen und 21 regionalen Airports hierzulande je um rund vier Prozent deutlich zu.

Da immer mehr Menschen geschäftlich oder in Urlaub fliegen, wächst der weltweite Luftverkehr. Das bringt wichtige Flughäfen wie in Frankfurt oder Berlin an die Kapazitätsgrenze.

Der internationale Airline-Verband IATA erwartet, dass die Zahl der Passagiere 2019 um sechs Prozent auf 4,59 Milliarden steigt. Für die Fluggesellschaften rechnet der Verband mit einem Gewinn-Rekord. Die Airlines dürften demnach insgesamt 35,5 Milliarden Dollar (31,3 Mrd Euro) verdienen.

Der deutsche Flughafenverband ADV erklärte, nach den sehr starken zurückliegenden Jahren sei 2019 mit einem "leicht abgeschwächtem Passagierwachstum" zu rechnen. Dazu komme die steigende Nervosität in der Wirtschaft wegen des Brexits und Unsicherheiten im Welthandel. Dennoch erwarte der Verband ein solides Plus.

Mitteilung DFS

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