Luftverkehrsbranche vor Konsolidierung

- München - Die Fluggesellschaften fliegen weiter durch schwere Turbulenzen. Einige Unternehmen sind dem Druck nicht gewachsen und müssen notlanden. Die Krise in der internationalen Luftfahrt führt zu immer neuen Spekulationen über Kooperationen oder Fusionen in Europa. So hatte die Schweizer "Sonntags-Zeitung" berichtet, die Lufthansa habe ein Angebot für den Kauf der "Swiss" vorgelegt. Eine Lufthansa-Sprecherin nannte Meldungen über ein konkretes Übernahmeangebot gestern nicht zutreffend.

<P>Ein Sprecher der niederländischen Fluggesellschaft KLM bestätigte hingegen in Amsterdam, dass sein Unternehmen die Gespräche über eine engere Zusammenarbeit mit Air France und British Airways fortsetze. "Mit Air France sind die Gespräche am intensivsten", sagte er. "Der Spiegel" berichtete unter Berufung auf "Insider", dass bei KLM die Entscheidung bereits zu Gunsten der Franzosen gefallen sei. KLM-Präsident Leo van Wijk hat wiederholt erklärt, dass im laufenden Jahr entschieden werden soll, mit welcher Gesellschaft KLM eine enge Verbindung eingehen werde. Dabei strebe sein Unternehmen eine volle Integration an.</P><P>Air-France-Chef Jean-Cyril Spinetta sieht Möglichkeiten einer immer engeren Zusammenarbeit und Integration mit anderen europäischen Gesellschaften. Er nannte Alitalia "und vielleicht KLM". In Europas Luftfahrtindustrie habe eine Konsolidierung begonnen. "Und Air France hat dabei eine wesentliche Rolle zu spielen, zusammen mit KLM oder mit anderen Akteuren", sagte er.<BR>Die Anfang 2002 aus der Swissair hervorgegangene Fluglinie Swiss ist nach Auffassung von Experten allein nicht überlebensfähig. </P><P>Anfang Juli hatten Schweizer Medien berichtet, Lufthansa habe 300 Millionen Franken für ein Drittel der Swiss-Anteile geboten. Swiss erzielte 2002 mit 12 000 Mitarbeitern knapp 4,3 Milliarden Schweizer Franken (2,8 Milliarden Euro) Umsatz. Lufthansa erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit 94 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 17 Milliarden Euro.<BR></P>

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