EZB macht künftige Zinsentscheidung von Finanzmarktkrise abhängig

Frankfurt/Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) macht künftige Zinsentscheidungen von den Auswirkungen der Turbulenzen an den Finanzmärkten abhängig. "Die Schwankungen an den Finanzmärkten und die Neueinschätzung von Risiken haben in den vergangenen Wochen zu einer erhöhten Unsicherheit geführt".

Deswegen benötige die Notenbank zusätzliche Daten, bevor sie Schlüsse für die künftige Geldpolitik ziehen könne, wie EZB-Präsident Jean-Claude Trichet auf einer Konferenz in Frankfurt weiter sagte. Am Donnerstag hatte der Rat der Europäischen Zentralbank wegen der Finanzkrise den Leitzins unverändert bei 4,0 Prozent gelassen.

Trichet deutete dabei an, dass sich die EZB die Tür für weitere Zinsschritte offen halten will. Es gebe zahlreiche Risiken für die Preisstabilität, sagte der EZB-Präsident. Dazu zählen die Währungshüter hohe Ölpreise, steigende Lebensmittelpreise und überzogene Lohnerhöhungen. Die Notenbank hat die Aufgabe, die Preise stabil zu halten und sieht dieses Ziel bei einer Inflationsrate unter zwei Prozent gewahrt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bericht: Catering-Tochter der Lufthansa streicht rund 2000 Jobs
Frankfurt/Main - Bei der Catering-Tochter der Lufthansa fallen einem Zeitungsbericht zufolge in den kommenden Jahren rund 2000 Jobs weg.
Bericht: Catering-Tochter der Lufthansa streicht rund 2000 Jobs
Schwache Autowerte und Brexit-Sorgen belasten Dax
Frankfurt/Main (dpa) - Brexit-Sorgen und Strafzoll-Drohungen von Donald Trump gegen deutsche Autobauer haben am Montag die Dax-Anleger verunsichert. An den Verlusten …
Schwache Autowerte und Brexit-Sorgen belasten Dax
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet
Berlin/München - Kurz vor seinem Amtsantritt hat Donald Trump die deutschen Autobauer abgewatscht, namentlich BMW. Doch was bedeutet das für die Hersteller konkret?
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet
Stillstand bei Tarifrunde für Geldboten
Hannover (dpa) - Bei den Tarifverhandlungen für die rund 11 000 Beschäftigten der Geld- und Werttransportbranche sind sich beide Seiten noch nicht näher gekommen.
Stillstand bei Tarifrunde für Geldboten

Kommentare