EZB macht künftige Zinsentscheidung von Finanzmarktkrise abhängig

Frankfurt/Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) macht künftige Zinsentscheidungen von den Auswirkungen der Turbulenzen an den Finanzmärkten abhängig. "Die Schwankungen an den Finanzmärkten und die Neueinschätzung von Risiken haben in den vergangenen Wochen zu einer erhöhten Unsicherheit geführt".

Deswegen benötige die Notenbank zusätzliche Daten, bevor sie Schlüsse für die künftige Geldpolitik ziehen könne, wie EZB-Präsident Jean-Claude Trichet auf einer Konferenz in Frankfurt weiter sagte. Am Donnerstag hatte der Rat der Europäischen Zentralbank wegen der Finanzkrise den Leitzins unverändert bei 4,0 Prozent gelassen.

Trichet deutete dabei an, dass sich die EZB die Tür für weitere Zinsschritte offen halten will. Es gebe zahlreiche Risiken für die Preisstabilität, sagte der EZB-Präsident. Dazu zählen die Währungshüter hohe Ölpreise, steigende Lebensmittelpreise und überzogene Lohnerhöhungen. Die Notenbank hat die Aufgabe, die Preise stabil zu halten und sieht dieses Ziel bei einer Inflationsrate unter zwei Prozent gewahrt.

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